Trainingspraxis Laufen 2


Trainingspraxis Laufen



Trainingspraxis Laufen


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Neuerscheinung


Neuerscheinung – Trainingskonzepte


2. Auflage


Buchtipp – Das große Laufbuch von Lothar Pöhlitz


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Kids for Olympia

GER - eine einst stolze Sport-Nation halbiert seit 1992 die Medaillen

Über Siege, Emotionen, Niederlagen, Tränen und Ansprüche

© Lothar Pöhlitz - 25. August 2016 - Deutschland halbiert die Medaillen bei den Olympischen Spielen seit 1992 von damals 82 auf 42 in Rio de Janeiro. Die Leichtathletik kann nur 2x Gold (Thomas Röhler / Christoph Harting) und 1x Bronze (Daniel Jasinski) beisteuern, die Schwimmer gehen ganz leer aus. Für die deutschen Spitzenläufer waren die Ergebnisse zum Ende des Olympiazyklus 2013-2016 bei den sportlichen Höhepunkten in allen Altersklassen (bei der U-18 EM, U-20 WM, den EM in Amsterdam und den Olympischen Spielen in Rio) positiv und negativ zugleich. Die einen konnten sich in den Jahren über Finals oder sogar Siege und Beifall freuen, andere über Stagnationen oder Niederlagen ärgern. Sorgen macht, das deutsche Läufer nur in Ausnahmefällen international konkurrenzfähig sind, in zu vielen Finals oder der Champions League gar nicht vertreten waren. Die Ausnahmen waren zuletzt Gesa Felicitas Krause als Sechste mit DR in Rio und Gold bei der EM, sowie Richard Ringer mit Bronze bei der EM in Amsterdam. Übersehen darf man bei einem Rückblick nicht das die aktuelle Qualität der Laufleistungen in allen Altersklassen - beispielsweise bei den U-20 WM - für uns demnächst keinen schnellen Anschluss auf breiter Front an die Welt-Leichtathletik erwarten lassen. Auch Rio hat gezeigt das die Besten demnächst noch keinen Leistungsstillstand zulassen werden. Nicht übersehen darf man auch das aus der Lauf-Talentarbeit des letzten Jahrzehnts 2016 nur Gesa Felicitas Krause bei den Olympischen Spielen - dem wichtigsten Ziel der Abt. Olympischen Leichtathletik - konkurrenzfähig in der Weltspitze angekommen ist.

„Der Maßstab für bessere Leistungen im Spitzensport das sind Spitzenplätze und das heißt nun mal Medaillen im Sport. Sport ist international, die olympische Idee ist international, wir wollen uns mit den Besten der Welt messen. Die Sportler haben das übrigens am wenigsten kritisiert, sondern eher diejenigen, die ohnehin schon kritisch sind gegenüber der Spitzensportförderung“. (Quelle: BMI - Bundesministerium des Innern *Deutschlandradio.de / 06.12.2015 - Auszüge aus einem Interview mit dem Bundesinnenminister über die Olympischen Spiele, den Umbau der Spitzensportförderung und Doping.)

Medaillengeschichte 1968 - 2014 (nach WIKIPEDIA)

Medaillenbilanz Deutschland seit 1992 (nach WIKIPEDIA)

...und es ging auch 2016 in Rio um Medaillen

Besonders stark waren in Rio in allen Sportarten die US-Amerikaner mit 121 Medaillen vor China mit 70 und GBR mit 67. Großbritannien hat den Schwung ihrer Vorbereitung auf London 2012 und ihr nationales Sportsystem erfolgreich und verdient genutzt und sich im Medaillenspiegel vor Deutschland platziert. Sie investieren mehr, organisieren den Hochleistungssport besser und trainieren offensichtlich auch besser als wir.

Medaillen-Nationenwertung Gesamt:

  • USA 121 - China 70 - GBR 67 - RUS* 53 - GER 42 - FRA 42 - JAP 41
  • Insgesamt 88 Nationen gewannen Medaillen, *RUS ohne Leichtathletik
DLV - Bilanz:
  • 3 Medaillen (2x Gold / 1 x Bronze) in 47 Disziplinen.
  • London 2012: 8 Medaillen (1 x Gold / 4 x Silber / 3 x Bronze)

Quo vadis Deutschland

Mit den aktuell wirren Diskussionen rund um die Olympischen Spiele stellt sich natürlich für alle die möglichst schnell zu beantwortende Frage ob Deutschland, neben dem Fußball, in Zukunft überhaupt noch international konkurrenzfähig sein soll, die Wirtschaft und Politik noch Hochleistungssport wollen. Politik bedeutet nicht CDU / SPD - Koalition allein sondern auch alle anderen sportlich offensichtlich nicht interessierten Parteien für unser Land, die Grünen, die FDP und die Linken in allen Bundesländern. Schwimmen und Leichtathletik zwei „ehemalige deutsche Grundsportarten“ haben weiter verloren. Einen wichtigen Grund muss man an der Quantität und Qualität des Schulsports, der wichtigsten Basis für eine erfolgreiche Sportnation, ablesen.

Nicht alle die derzeit vor uns sind - sind gedopt. IOC und IAAF haben bis 2020 3 große Baustellen zu schließen

Zuerst sollte man den Nationen und ihren Sportlern gratulieren die in Rio wie z.B. im Schwimmen oder Laufen - ganzjährig von der WADA und ihren nationalen Laboren dopingüberwacht - nach IOC also dopingfrei - teilweise weit vor den Anderen Gold, auch bei Weltrekord mit Abstand für ihr Land gewannen. Wer eine Medaille hat ist Weltspitze und ist sauber bis die Kontrollen irgendwann das Gegenteil ans Licht bringen, das wurde als die aktuelle Wahrheit vom IOC übermittelt. Wir sollten also nicht Zweifel vorschieben sondern an die Arbeit gehen. Sicher werden demnächst wieder welche entlarvt, wie gerade die 4x100 m Goldstaffel der Russen aus dem Jahre 2008 !!!

Neben der Doping-Baustelle und den Laufsöldnern in vielen Ländern bleibt als dritte Baustelle das Problem rund um den Hyperandrogenismus / den erhöhten Testosteronspiegel von Frauen für das IOC und die IAAF. Nach dem 800 m Lauf der Frauen ist die Diskussion neu entbrannt. Caster Semenya (RSA), Francine Niyonsaba (Burundi) und Margaret Wambui (Kenia), die drei Läuferinnen die Medaillen gewannen, werden verdächtigt einen nicht unumstritten medizinischen, bisher nicht geklärten Status eines erhöhten Testosteronspiegels zu haben. Ist das nicht auch Betrug - wie Doping - an den folgenden „4-6 Frauen“ im Rennen? Auch hier gibt es dringenden Handlungsbedarf. Vielleicht können sich die Älteren noch erinnern das dieses Problem „mit einem Sex-Pass für Frauen“ schon bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokyo präsent war und gelöst schien.

Sachlich feststellen muss man auch das Funk und Fernsehen - diesmal Tag und Nacht für viele Millionen Zuschauer übertragen - den vor Rio publizierten Wünschen von Innenminister de Maiziere, dem DOSB und auch DLV-Sportdirektor Kurschilgen nicht folgten, nun nicht mehr Medaillen zu zählen. Sie taten es nicht. Gold-Silber-Bronze, Verlierer und Blech waren, wie immer, die Botschaften die den ansonsten ganzjährig vorwiegend von Fußballübertragungen lebenden Sportfans, über den großen Teich transportiert wurden. Und am Montag danach wurde in allen Medien, wie immer, groß der Medaillenspiegel präsentiert und kommentiert. Dabei sollten sie auch einmal anerkennen das sie, durch ihre in den Jahren Sport-Abstinenz außerhalb des Fußballs in Spitze und Nachwuchs, einen großen Anteil am Niedergang der Sport-Nation Deutschland haben.

Die Politik muss Hoch-Leistungssport wollen und ermöglichen. Sport und Schulsport sind ein Teil deutscher Bildung und Erziehung

Eins ist auch wahr. Nicht alle die derzeit vor uns sind sind gedopt! Und trotzdem ging es seit 1992 weiter bergab, vor allem in den Sportarten die weltweit verbreitet, immer stärker wurden, wie Schwimmen und Laufen. Wenn DOSB, DLV und Regierung in Zukunft weniger Medaillen zählen wollen bleiben doch aber wohl Siege Ziele des Sports und erwünscht? Da kommen in dieser wirren Diskussionszeit - in der Schuld scheinbar immer die anderen haben - doch nicht etwa Regierung und Opposition auf den Gedanken bei noch weniger gewollter deutscher Konkurrenzfähigkeit im Weltsport, um noch mehr Geld für....... zu haben, vielleicht sogar die Mittel für die Abt. Olympische Leichtathletik beim DOSB oder den DLV weiter zu kürzen. Die 27 Millionen starke Mitgliedergemeinde in den DOSB-Sportvereinen, 7 Millionen DFB-Mitglieder und Millionen TV-Sportfans könnten ja bei den nächsten „Gelegenheiten“ einmal deutlich machen ob Deutschland in der Welt als Sport-Nation wieder präsent sein soll. Keiner müsste sich dann schämen unsere Nationalhymne mit zusingen und wieder ein wenig mehr Nationalstolz - wie ihn andere zeigen - könnte uns nicht schaden. Sicher würden die USA, China, Afrika, Türkei, Australien, Canada, Japan und auch Russland auch ohne Deutschland weiter gegeneinander um Medaillen kämpfen, ihre Olympiasieger ehren und ihre Nation stolz machen.

DOSB-Präsident Alfons Hörmann : „Ich denke, das Ergebnis von Rio wird uns noch mal eindrucksvoll vor Augen führen, dass es höchste Zeit ist, die Dinge anzugehen und nicht weiter nur drüber zu reden, wir haben eindrucksvoll gesehen wohin sich der Weltsport entwickelt“. Wie recht er hatte.

Franziska van Almsick in der ARD: „Wir müssen etwas tun, nicht nur im Deutschen Schwimm-Verband. Wir sind nicht die einzigen. Das muss man jetzt nicht vertiefen, aber so geht es nicht weiter!“ Die mehrfache Olympia-Medaillen-Gewinnerin (viermal Silber und sechsmal Bronze) will „einen massiven Kurswechsel einläuten. Davon reden wir seit Jahren.“ (SID)

Geld macht Medaillen - so war es zumindest früher

Die geführten Diskussionen um die Zukunft Deutschlands Hochleistungssports und der weltweiten Überwachung des Dopings, über die Lauf-Söldner in immer mehr Ländern und über die “Testosteronspiegel von Frauen“ können natürlich unsicher machen was Fairplay ist und unsere Sportler und Trainer demnächst eigentlich wollen sollen. Dr. Thomas Bach als IOC-Chef ist sich scheinbar sicher das Doping weltweit demnächst nicht auszurotten sei, zumindest sind seine Signale und Entscheidungen so zu deuten, er will ja schließlich das IOC und seine Sponsoren erhalten. DOSB Präsident Alfons Hörmann wollte vor Rio weniger Medaillen aber „mehr Charakter, Herzblut und Leidenschaft“, - ob er da mehr die Funktionäre im Sinn hatte? Trotzdem gab er eine Orientierung um 44 Medaillen wie nach London 2012 vor. Auch DLV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen will den Medaillenspiegel nicht mehr als Symbol internationaler Sportwettbewerbe, das sollte sicher dem Verband erleichtern seine Arbeitsergebnisse zu erklären. Der mitverantwortliche DLV-Generaldirektor - eigentlich der Hausherr im Glaspalast Darmstadt - äußerte sich gleich gar nicht, wenigstens wurde es öffentlich nicht transportiert. Die Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag, Dagmar Freitag (SPD), hat in diesem Zusammenhang ein „Umdenken im Sport“, einen Weg aus der Glaubwürdigkeitskrise gefordert, IOC-Präsident Thomas Bach aufgefordert „eine Richtung vorzugeben“. Dabei vermisst man schon länger eine / ihre klare Orientierung aus der Regierung und ihrem Sportausschuss, eine Richtung, ein Statement zum wie weiter mit dem Hochleistungssport und Schulsport in Deutschland.

Eine Wende oder weiter wie bisher? Funktionäre die in der Vergangenheit zeigten das sie nur ein bisschen Hochleistungssport wollten, den Niedergang seit 1992 begleiteten, in ihrem Verantwortungsbereich für Sportler und Trainer keine Hilfe waren, sollten nun bereit sein an den notwendigen Veränderungen mitzuarbeiten. Es ist peinlich nach Rio immer wieder lesen zu müssen das die Sportler und ihre Trainer „schuld sind“. Über die die ihnen die Bedingungen für den Hochleistungssport - vor allem die notwendige Trainingszeit - im Olympiazyklus 2013-2016 nicht zur Verfügungen gestellt haben, müsste auch geredet werden.

Was können, sollten oder müssten Läufer nun bis Olympia 2020 tun - Voraussetzungen, Aufgaben und Ansprüche

Was tun mit dem zu wenigen Geld, fehlenden Hochleistungs-Trainingsbedingungen, fehlenden Fachpersonal, fehlenden Profis, fehlender im Prinzip täglicher sportmedizinisch - physiotherapeutischen Begleitung und fehlenden nahen Talenten die auf breiter Front nachdrängen? Wie gegen die höhenvorbereiteten Besten innerhalb eines weltweit nicht beherrschbaren Dopingkontrollsystems siegen. Auf das das angekündigte neue Konzept zum Hochleistungssport von Regierung und DOSB darf man gespannt sein.

Bessere Vorlagen als sie die „Russin Stepanova und Hajo Seppelt“ in Sachen Dopingbekämpfung gegeben haben kann man als Sportpolitiker doch nicht bekommen. Manchmal hat man das Gefühl das sie das alles gar nicht glauben wollen. Dabei sind die Praktiken in Ost und West innerhalb des kalten Krieges für Insider doch erst 26 Jahre alte bekannte Geschichte. Sie wollen das „neue Wissen“ aber offensichtlich gar nicht nutzen, die Einflüsse von „außen“ sind offensichtlich sehr groß. Die Basis aber will Signale, besser Entscheidungen, wie Betrüger in Zukunft konsequent - überall in der Welt - gejagt werden sollen, bald. Sollen deutsche Läufer weiterhin 10-15 Kenianern bei deutschen Veranstaltungen hinterherlaufen? Auch wollen die Eltern junger Leichtathleten wissen ob sie ihre Kleinen in Zukunft überhaupt noch zum Vereinssport schicken sollten.

Der Schulsport ist auf dem Tiefpunkt, viele Sporthallen für die Flüchtlinge entfremdet, der Vereinssport kränkelt, Ärzte schlagen Alarm. Keine Kinder - keine Talente. Da lässt sich gut mit dem „schwarzen Peter Russland“ von den Problemen ablenken. Dicke Lobe für einen gerade so Einzug ins Halbfinale bei Olympia bringt uns nicht ins Weltniveau. Wäre die Teilnahme ohne Medaille unserer Fußballer allein Volkes Wille gewesen? Vielleicht zählen DOSB und Regierung in Zukunft die Siege und die Presse und TV die Medaillen, so wie sie es während der Spiele jeden Tag getan wurde. In dieser Zeit überlegt gleichzeitig der Fußball was er in Zukunft mit den Milliarden machen soll, Ausländer machen die Bundesliga stark, sie bauen Nachwuchsleistungszentren für ausländische Talente, hielten junge Talente von Olympischen Spielen ab und wundern sich selbst warum es in dieser Sportart keine Dopingdiskussion gibt, in unserer Demokratie.

Wenn „wir“ Hochleistungssport und aufs Podium wollen...

...muss nicht nur der DLV innerhalb einer Hochleistungssport - Strukturreform die professionellen Bedingungen schaffen die in die Finals führen und Siege gegen die Weltbesten möglich machen. Dazu müssen persönliche Bestleistungen beim Höhepunkt - vom Marathon bei mehr als 30 Grad im Schatten oder 95 % Luftfeuchtigkeit einmal abgesehen - Ziele sein. Die jungen Leistungssportler müssten besser unter Führung von hauptamtlichen Hochleistungssport-Fachpersonal ihre Anstrengungsbereitschaft erhöhen, wie die Besten trainieren, sich neu organisieren und wissen das nur wenn auch der Kopf, das Gehirn das will, man eines Tages mit dem Finale oder sogar dem Podium belohnt wird, unabhängig von der Altersklasse. Talent allein bringt noch keine Medaillen, das lernt man aus den letzten Jahren. Übungsleiter die im normalen Leben einem Vollzeit-Job nachgehen können Talente nicht auf das Hochleistungstraining vorbereiten. Warum haben Staat und DOSB eigentlich Eliteschulen des Sports vor inzwischen „vielen Jahren“ ermöglicht?

Wer den notwendigen psychophysischen Zustand zu Hause lässt, erwartet hat das in Rio 20 Grad herrschen, bei Olympia Spaß haben will ist nicht Olympiareif. Viele hatten Tränen in den Augen nach Siegen aber auch nach Niederlagen. Das die Olympiateilnehmer im Vorfeld nicht gegen die Besten das taktische Verhalten üben konnten, die Wettkampflehre offensichtlich unterschätzt wird, muss sich der Verband ankreiden. Zu oft wird übersehen dass die jeweiligen „kleinen Teams Trainer - Athlet“ nicht allein die Ursache des Erfolgs oder Misserfolgs sind, wenn ihnen die notwendigen Bedingungen für die Wunschziele, für das tägliche Training nicht zur Verfügung stehen und es auch mit der Teamarbeit im DLV nicht so recht passt. Man hatte beim zusehen das Gefühl das nun neue höhere Ansprüche - die es schon gab - wieder dringend notwendig sind.

An Erfolgen und Niederlagen sind also immer alle beteiligt, nicht nur die Sportler und ihre Trainer, sondern alle die für die Olympische Leichtathletik arbeiten, beim DLV und in den Landesverbänden, auch die Funktionäre die zu oft glauben nur an Erfolgen teilzuhaben. Auch die die glauben das mit weniger Geld mehr Medaillen möglich seien. Wer an dieser Stelle übersieht das die derzeitigen Laufergebnisse in Rio Ergebnis der Arbeit, auch der Nachwuchsarbeit des letzten Olympiazyklus sind, und auf die zu wenigen Goldkörnchen im Nachwuchs für demnächst verweist, negiert die Notwendigkeiten für einen Neuanfang.

„Von ganz oben muss jetzt was kommen. Davon hängt ab, wie gut die Leute sind, wie gut ich sie ausbilden kann, wie gut die Trainingsbedingungen sind und wie viele Leute ich mitnehmen kann um die Sportler herum und wie oft ich ins Trainingslager fahre. Adam Peaty aus Großbritannien kann drei Monate nach Australien zum Training. Da kann ich ja hier mal fragen, ob Mami oder Papi das Geld geben. So funktioniert es nicht. Die Engländer sind ein kleineres Volk als wir, haben gleich viele Aktive hier wie wir, aber mehr Geld im Hintergrund, mehr Leute um die Sportler und somit professionellere Strukturen“ (Schwimm-Bundestrainer Henning Lambertz noch in Rio)

Das letzte Wort bekommt DOSB-Präsident Alfons Hörmann:

„Wir haben Verbände wie Schwimmen, Leichtathletik, die Radfahrer die ihre Ziele klar und deutlich verfehlt haben. Es gibt Rede- und Handlungsbedarf"

„Wir alle wissen dass die ganz großen Helden, im Sommer wie im Winter und über alle Sportarten hinweg, deshalb irgendwann große Helden sind, weil sie große Siege errungen, aber auch bittere Niederlagen haben einstecken müssen. Auch diese Seite der Medaille sollten wir mit Respekt und Anstand würdigen, weil das Wiederaufstehen nach Niederlagen manchmal die größte Kunst und die größte Gabe im Sport ist. Neben den klassischen deutschen Tugenden, der jahrzehntelangen Vorbereitung sind Themen wie Akribie und Präzision, aber auch die Fokussierung und Hingabe auf das große Ziel entscheidend.“

Fotos: Kiefner, Kiefner, Neuthe