Trainingspraxis Laufen 2


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Zu Olympischen Spielen sollten alle nur mit reinem Gewissen fahren: Athleten – Trainer und auch Funktionäre

Ein Kommentar von Lothar Pöhlitz

12. Februar 2014 © Lothar Pöhlitz  -  Er hat mir richtig aus dem Herzen gesprochen – der Kurt Ring in seinem Sorgen - Kommentar vom 11.1.2014 auf „der Homepage der LG Telis Finanz Regensburg“. Erfolge bei Olympischen Spielen sind die Krönung sportlicher Lebensleistungen eines Athleten – Trainergespanns und auch von Funktionären die die Bedingungen für ihre langjährig notwendige Vorbereitung schaffen. OS sind einzigartig – mit keinem anderen sportlichen Event gleichzusetzen, nicht in den Bemühungen des DOSB, des DLV, nicht im persönlichen Verzicht zugunsten der einzigartigen Vorbereitung in einem 4 jährigen Olympiazyklus, nicht in der Einkleidung oder dem Erleben in den z.T. mehrwöchigen Trainingslagern vor Ort bevor es losgeht. Ich durfte mehrfach die außerordentliche Atmosphäre in solchen „Vor-Olympia-Camps“ - immer gut bewacht von Police oder auch Armee - miterleben bevor die heiße Phase begann. Auch wenn dann im Olympischen Dorf die Neuen mit Ehrfurcht und aus respektvoller Distanz an den Tagen bevor es so richtig losging den „Großen“ Abends beim flanieren begegneten, tuschelten: guck mal das ist..., lange beim Training zusahen oder auch beim gemeinsamen Essen eine erste Annäherung – auch mal für ein Autogramm - probten.

Olympiasieger bist Du ein Leben lang. Europameister oder auch Weltmeister sind trotz der emotional ähnlichen Krönungszeremoniells „vergänglich“, sicher auch weil es sie öfter gibt. Mir kamen auch schon einmal selbst die Tränen als deutschen Athleten auf dem Podium bei der Siegerehrung mit Nationalhymne und auch ein bisschen Nationalstolz das Wasser aus den Augen lief, in dieser Minute der Film über Entbehrungen in den Jahren bis dahin, das harte Training, bewältigte langwierige Verletzungen, das hilfreiche private und professionelle Umfeld, über die letzten Meter ins Ziel oder – oder – oder wie im Zeitraffer ablief.

Der „Chef“ im Dienst“

Kurt Ring schrieb „mir aus dem Herzen“ u.a.

„Olympia mag anfangs ein Traum sein, in Wirklichkeit ist Olympia eine beinharte, immerwährende Auseinandersetzung von ganz wenigen Privilegierten mit sich selbst und der jeweiligen Weltelite. Wer letztendlich nur zum Teilnehmen hinfahren will um seinen Spaß zu haben, eben nur teilnehmen will, gehört dort eigentlich nicht hin. Dies den entsprechenden Nachwuchsathleten zu sagen, hat nichts mit der Zerstörung von olympischen Träumen zu tun. Allein der Respekt vor jenen außergewöhnlichen jungen Menschen, die es unter Einsatz aller Kräfte geschafft haben, erfordert diese Ehrlichkeit“.

Eigentlich gibt es den Ausführungen des fleißigen, umtriebigen, erfolgreichen, scheinbar bei der LG Telis-Finanz Regensburg für alles zuständigen Chefs nur wenig hinzuzufügen. Ich habe großen Respekt vor seiner Lebensleistung, sicher auch weil ich ihn damals noch „Hobbytrainer“ neben einem Fulltime-Job, bereits vor mehr als 30 Jahren das erste Mal begegnete. Inzwischen gehört er – immer noch nicht Müde - zu den Profis im Lande. So gut wie derzeit war die Leichtathletik in Regensburg wohl noch nie – sie haben auch den Landesverband Bayern besser positioniert. Ich weiß auch wie er sich darüber hinaus um die deutsche Leichtathletik sorgt und sich wieder einmal Gedanken auch um die nicht nur im Bayern-Lande sondern um alle weniger oder mehr talentierten die sich dem „schneller – weiter – höher“ der Leichtathletik verschrieben haben macht vor allem den Läufern von 800 m bis zum Marathon.

Ich möchte einige wenige Bemerkungen zu dieser Problematik – vor allem für „die Jungen“ und auch zur Unterstützung der DLV-Strategie - mit vielleicht etwas großen Abstand zu Olympia - ergänzen, vor allem zu seinen Formulierungen: „Olympia mag anfangs ein Traum sein, in Wirklichkeit ist Olympia eine beinharte, immerwährende Auseinandersetzung von ganz wenigen Privilegierten mit sich selbst und der jeweiligen Weltelite. Wer letztendlich nur zum Teilnehmen hinfahren will um seinen Spaß zu haben - eben nur teilnehmen will - gehört dort eigentlich nicht hin“

Ich finde es wichtig und er hat das Recht die Sorgen und Bedenken öffentlich zu machen, ich möchte seinen Sorgen gern meine Erfahrungen - speziell für Olympische Spiele – hinzufügen, auch weil ich weiß mit welchen Anstrengungen, erlaubten und unerlaubten Maßnahmen in der Welt außerhalb unserer Grenzen immer wieder Olympische Spiele vorbereitet werden – auch gegen Deutschland:

Wer Deutschland bei Olympischen Spielen erfolgreich vertreten will Muss konkurrenzfähig sein und in das Finale wollen. Das erwarten die Fans und vor allem auch die Medien. Die Vergangenheit hat gezeigt: eine Normerfüllung gerade so oder auf den letzten Drücker reicht nicht. Wer nur Teilnehmer sein will gehört in der Tat dort nicht hin, Olympische Spiele sind nicht die Plattform um Erfahrungen zu sammeln, das wäre auch ungerecht gegenüber den jahrelangen außerordentlichen Investitionen der Besten. Wer an eine Medaille denkt Muss Gold wollen! Unter diesem Gesichtspunkt sind die Olympiateilnehmer 2016 heute schon bekannt. Und Medaillengewinner bei U20- EM/WM brauchen mindestens die 4 Jahre eines Olympiazyklus um die Krönung ihrer Laufbahn – einen erfolgreichen Kampf gegen die Besten - ins Auge zu fassen. Und sie brauchen, wenn es soweit ist, optimale Möglichkeiten sich für dieses außerordentlich hohe Niveau in einer sehr gut durchdacht - organisierten Wettkampfserie qualifizieren zu können. In der EM- und WM-Vorbereitung 2014 / 2015 wäre die Möglichkeit dringende Veränderungen schon einmal zu proben.

Die Sorgen aller sollten aber auch dem „Morgen nach Olympia“ gelten

Die ganz wenigen Privilegierten sind die Goldkörnchen, die Ausnahmen mit den Genen fürs schnelle Laufen und Siegen über unterschiedlich lange Strecken. Sie müssen gefunden und in „Goldschmieden“ ausgebildet werden, sehr früh und von „Goldschmiede-Fachpersonal“ mit dem Wissen um das trainingsmethodische Vorgehen zur Vorbereitung junger Talente auf das Hochleistungstraining, auf Leistungen die vor wenigen Jahren in Spitze und Breite noch undenkbar waren. Sie sind aber zum Scheitern verurteilt wenn sie nicht vor allem die organisatorische (Trainingszeit) und inhaltliche Unterstützung des DLV, der OSP, der LV, von Sponsoren, der Sportmedizin und – und - und die Bedingungen für Hochleistungstraining, für eine neue Wettkampfstruktur „die jeden einzelnen Kaderathleten immer wieder fordert“ mit allen Konsequenzen erhalten, das zeigen Vergangenheit und Gegenwart. Sie brauchen Bewährungssituationen, ab sofort und viel öfter.

Die Ansprüche müssen auf das Niveau der Ziele gehoben werden

Es Muss sehr früh die „Typ-Erkennung“ erfolgen, Kinder viel früher so gefordert werden dass die „Erbanlagen sichtbar und früh verstärkt werden“ bis sie eines Tages – nicht länger zu spät, von Fachpersonal komplex ausgebildet werden. Dort liegen die Wiegen der späteren Olympiasieger, dafür müssen Mitarbeiter in den Landesverbänden, den OSP und Funktionäre ihres Umfeldes verantwortlich sein und arbeiten. Umwege oder Sackgassen in der Ausbildung müssen vermieden werden, die Ansprüche und Bedingungen auf das Niveau der Ziele gehoben werden. Die Talentsuche und Ausbildung durch die Abt. Leistungssport bei den Landesverbänden und durch die Nachwuchs-Verantwortlichen beim DLV sind der Schlüssel für Olympiasiege oder Medaillengewinne. Sie müssen sich intensiv u.a. um die Wenigen, man kann sie in einem LV in der Regel an einer, höchstens an zwei Händen abzählen und ihre Ausbildung bemühen damit der DLV auch nach Rio noch zu den besten LA - Nationen in der Welt gehören kann. Nur wer in der Nachwuchsausbildung Erfolge für den Spitzenbereich vorweisen kann und den DLV positiv-offensiv unterstützt ist auch „Teilhaber an DLV-Erfolgen bei Olympia“ und könnte mit reinem Gewissen als Fan zu Olympischen Spielen reisen und danach die Ergebnisse sachlich-fachlich-kritisch beurteilen dürfen, das gilt für alle, auch für Funktionäre und die „Medien-Fachvertreter“.

Foto privat, Volke