Trainingspraxis Laufen 2


Trainingspraxis Laufen



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Neuerscheinung


Neuerscheinung – Trainingskonzepte


2. Auflage


Buchtipp – Das große Laufbuch von Lothar Pöhlitz


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Kids for Olympia

Wettkampferfahrungen kann man nur in Rennen sammeln

Wie gelingt der Anschluss zur Lauf-Weltelite?

22. August 2014 (Pöhlitz) - Leider musste nicht nur unser hoffnungsvoller Nachwuchs, wie z.B. Dennis Krüger, bei der Jahres-Prüfung über 800m schmerzliche Erfahrungen machen, dass die mit höherer Grundleistung auch in langsam gestalteten Rennen am Ende die Besseren sind. Steffen Uliczka´s Enttäuschung nach dem Rennen, ausgedrückt mit „das Niveau hat einfach nicht gereicht“, gilt eigentlich für zu viele. In Zukunft sollten mehr Läufer öfter dorthin geschickt werden, wo es auch einmal wehtut und sie nicht unterhalb ihrer Leistungsgrenze von Tempomachern ins Ziel geführt werden. Ein Weg wäre, mehr offensive Renngestaltung zu pflegen. Besser als in Wettkämpfen kann man nicht trainieren.

Mehr Härte rund ums Renntempo – mehr Qualität -  langsame Kilometer schneller

Nach einer fachlich-sachlichen Bewertung der Situation bedeutet das zugleich, dass  nun einige Bundestrainer wieder von der Erwartungs-Euphorie zur „harten“, am besten gemeinsamen Arbeit im Team und am Athleten zurückkehren sollten. Zürich hat gezeigt, dass man  sich nicht stark reden kann. Es wurde erst der erste Schritt geschafft, die Medaillen gegen die Weltbesten sind weit weg, die Vorbilder für den Lauf trainieren – von den derzeit bereits weltweit agierenden Afrikanern einmal abgesehen - derzeit in den USA, Großbritannien, Frankreich, Polen und ..........Wir haben mehr Talente als viele glauben, aber es muss jedem Einzelnen und ihren Trainern gezeigt werden, wie es besser vorangeht. Eine neue Nachwuchsgeneration muss darauf vorbereitet werden, auch nach Rio wieder Medaillen gewinnen zu können.

Im September beginnt bereits die Olympiavorbereitung 2016

Zu viele Läufer sind immer noch zu weit weg von den „möglichen Schlagzeilen“, trotzdem war es ein positives Jahr – es gab spürbare Fortschritte, erfreulicherweise auch durch einige „Junge“ auf den Mittel- und Langstrecken, wie beispielsweise Timo Benitz, Dennis Krüger (1993) Marcel Fehr (1992), Patrick Zwicker (1994), Martin Grau (1992) bei den Männern und Christina Hering (1994), Thea Heim (1992), Hanna Klein (1993) Caterina Granz (1994), Isabell Teegen (1993) bei den Frauen. Ab jetzt ist jede Woche wichtig. In zwei Jahren kann man es mit Hochleistungstraining schaffen. Das Medienecho macht auch aktuell wieder deutlich, dass die Teilnahme allein kein Kriterium für professionell vorbereitete Hochleistungssportler ist. Das Finale zählt, die Medaille wird gewürdigt, gleich danach beginnt „Blech“, nur Olympiasieger wird man für‘s ganze Leben.

Homiyu Tesfaye, der Äthiopier im deutschen Dress, hat mit seinen 3:31,98min die Maßstäbe für alle erfreulicherweise wieder dahin verschoben, wo deutsche Läufer schon einmal waren. Einige, aber noch zu wenige, haben die neue Richtung schon verstanden. Zu viele, auch hoffnungsvolle, hochgelobte Talente aus den Vorjahren haben sich nach einem Stagnationsjahr 2014 wieder weiter hinten eingeordnet. Hoffentlich können sie sich noch einmal zurückorientieren. Auch um sie sollte man sich sorgen.

In den Bestenlisten findet man mit Alina Reh (1997), Constanze Klosterhalfen (1997) auch 17-jährige „Goldkörnchen“ für die Zukunft. Voraussetzung ist, sie wollen auch später noch zur EM, WM oder zu Olympischen Spielen und sind zur Teamarbeit bereit. Der DLV schafft ihnen die Bedingungen für Hochleistungstraining und sie lassen sich gemeinsam mit ihren Heimtrainern Michael Schwenkedel und Sebastian Weiß von den Bundestrainern führen. Einige, noch im Vorjahr „als Talente gehandelte“, wie beispielsweise Maya Rehberg (94), Christine Gess (94) oder Sonja Mosler (93), haben den Durchbruch erst einmal nicht geschafft. Ob es für sie aber ein verlorenes Jahr, war wird sich 2015 zeigen. Andere sind zum Studium in die USA ausgewandert. Das Wettkampfsystem dort ist aber für die Vorbereitung auf den Sommer in Deutschland kontraproduktiv. Die letzten Wochen haben dies deutlich unterstrichen.

Die nächsten Aufgaben:

  • über die WM in Moskau zu den OS nach Rio wollen
  • man darf keine Angst haben zu verlieren
  • man muss gewinnen wollen, jeder auf seinem Niveau
  • für Weltniveautraining braucht man Weltniveaubedingungen
  • Es scheint noch über zu wenigen Disziplinen die Fortschrittssonne

Fotos: Kiefner