Trainingspraxis Laufen 2


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Zum Laufen geboren

Die Gene geben die Strecke vor – das Training macht die Leistung*

© Lothar Pöhlitz - 09.01.2014 - In einem Beitrag bei athleticsweekly berichtet Prof. Jamie Timmons (GBR) über langjährige Forschungsergebnisse aus der Physiologie (Stoffwechsel & Genomik) die zeigen dass etwa 30 verschiedene Gen-Variationen, also das Erbgut – auch über die Wirkung des „Aerobic-Trainings“ bestimmen.

Kurz gesagt man muss zum schnellen Laufen geboren sein.

Jeder junge Läufer kommt mit einer „untrainierten aeroben Basis“ und einer bestimmten Fähigkeit diese Kapazität durch Training zu erhöhen zum Sport. Durch Analysen der spezifischen Gene ist es jetzt möglich zu bestimmen wie gut ein Individuum in der Lage ist die aerobe Kapazität – die V02max – zu erhöhen. 20 % der Bevölkerung ist nicht in der Lage sich deutlich über ihr Basisniveau hinaus zu verbessern, die restlichen 80 % erreichen einen gewissen Grad in der Erhöhung ihrer aeroben Fitness und nur etwa 15 % aus der Kategorie „high-responder“ fällt es relativ leicht ihre aerobe Kapazität zu erhöhen, unabhängig davon ob sie mit einem niedrigen oder hohen Ausgangswert beginnen können !

Natürlich sind die Faktoren, die die sportliche Leistung eines Individuums beeinflussen vielfältig und nicht immer leicht zu definieren. Umweltfaktoren, die das Ergebnis von Rennen langsam machen können, sowie die Fähigkeit des Athleten und seiner Leistung an einem bestimmten Tag sind zwei wichtige. Vielleicht erklären diese Forschungserkenntnisse warum trotz Trainings eine Reihe Nachwuchsathleten nicht die gewünschten Fortschritte erzielen. Die physiologischen Kapazitäten und die geistigen Fähigkeiten sind zwar Schlüssel für Erfolge, aber kein Kampfgeist kann die Gesetze der Physik außer Kraft setzen.

Prof. Timmons fügte damit neue Komponenten der sportwissenschaftlichen Forschung, die so schon länger von Trainern im Hochleistungssport vermutet wurden, und ihren Einfluss auf die sportliche Leistung hinzu. Er sieht weitere zu erschließende Reserven in technischen Verbesserungen, Leistungsgewinnen durch Muskelmasse, in neuen Geräten in den Wettbewerben, verbesserte „Monitoring-Technologien“ die genaue und informative Rückmeldung an Sportler und Trainer bieten werden und weitere wissensbasierte Fortschritte durch Entdeckungen auf dem Gebiet der biologischen Wissenschaften, die dazu beitragen werden, die physiologischen und psychologischen Fähigkeiten der Athleten zu maximieren.

Elite-Läufer müssen jedenfalls einen großen „Aerobic-Motor“, eine erhebliche Herz- und Atemkapazität mit einer großen Fähigkeit Sauerstoff aus der Luft zu verarbeiten und die Mitochondrien in den Muskeln entwickeln. Elite-10000-m - Läufer zum Beispiel haben eine VO2max von mehr als 80 ml / kg / min (Männer 77-85 ml/kg/min - Frauen 67-75 ml / kg / min). Um dieses Niveau zu erreichen brauchen sie sowohl eine tolle Ausgangskapazität (in ihrer Teenagerzeit) und auch eine große Kapazität, um die Voraussetzungs - VO2max in den Jahren der Ausbildung zu erhöhen.

Bisher gab es keine Möglichkeit das Ausdauertalent früh zu erkennen, nun kann ein neu entwickelter, einfacher DNA-Test helfen.

Foto: Volke, Quelle: athleticsweekly 5-2013 J. Timmons – übersetzt, modifiziert und gekürzt von Lothar Pöhlitz
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