Trainingspraxis Laufen 2


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Geduld, Geduld – Wunder dauern etwas länger

Sven Hannewald im Interview: Skisprung-Aufgaben auch für Läufer gut - Ein Kommentar zum Jahreswechsel von Lothar Pöhlitz

Regensburg, 01. Januar 2013, Von Lothar Pöhlitz - In einem sehr interessanten Interview kurz vor der Vierschanzentournee 2012/2013 – das Stephan Klemm im Kölner Stadtanzeiger mit dem ehemaligen Erfolgs-Skispringer Sven Hannewald geführt hat – äußerte sich der Neu-Rennfahrer auch zu den aus seiner Sicht Gründen für die aktuellen Erfolge der deutschen Skispringer und den Ergebnissen der Arbeit von Bundestrainer Werner Schuster nach einer längeren Durststrecke.

Da der neue DLV-Cheftrainer Lauf / Gehen Wolfgang Heinig am 1.November 2012 in etwa eine gleiche Aufgabe übernommen hat wie Werner Schuster damals 2008, erlaube ich mir einmal zu unterstreichen dass die aktuell nicht hoffnungslose Laufsituation trotzdem viel Geduld, viel Team-Arbeit, umfangreiche Arbeit mit Talenten und - und - und erfordert bis eines Tages vergleichbare Siege gegen die Weltbesten möglich werden. Wichtig wäre für die noch zögernden den Hebel jetzt sofort für ein mehr und besser umzulegen.

Mir scheint dass die zusammenfassende Einschätzung der Gründe für die aktuell wieder erfreuliche Skisprungsituation durchaus Parallelen zum Laufbereich im DLV zulässt. Für alle – sowohl für die, die auf der einen Seite „Wunder in Kürze“ erwarten - aber auch für die, die bereit sind im und für das Team längerfristig an diesem einen Strang mitzuziehen. Bei der DLV-Laufkonferenz Anfang Dezember konnte man schon einmal das Gefühl bekommen dass da durchaus viel Bereitschaft zur notwendigen Wende vorhanden ist.

Hannawald: „Die Arbeit von Bundestrainer Werner Schuster fruchtet jetzt. Als er 2008 neu anfing dauerte es einfach ein bisschen bis sein Konzept aufging. Werner Schuster hat sich Vertrauen erarbeitet, Strukturen bis in die kleinsten Vereine vorgegeben, gezieltes Training bis ganz unten, die Trends und die Richtung vorgegeben, Sichtungslehrgänge veranstaltet. Inzwischen ziehen alle an einem Strang. So entwickelt man Talente. So geht es langsam vorwärts. Vorher gab es keine Kommunikation, die Heimtrainer haben nicht mitbekommen was die Spitze dachte und wollte. Da ist der Nachwuchs irgendwo hängen geblieben. Nun haben sie neue Leute für alle Bedingungen“.

So bleibt mein Spruch des Jahres: „Entwicklung ist kein Ereignis – es ist ein Prozess“

In einer Aufgaben – Hitliste 2013 für Läufer und ihre Trainer sind die Worte Trainingsumfang – Qualitätstraining – spezielle Kraft und Talente meine Favoriten. Dem brauchte man dann nur noch den Höhner - Song „wenn nicht jetzt, wann dann.....“ anzufügen und das TEAM LAUF / GEHEN könnten sich vielleicht schon 2013 freuen - über ein Happy New Year.

Foto: Pöhlitz, privat