10 Tipps zur Optimierung Ihrer Leistungssport – Ernährung
Hartes Training – mehr Kalorien, leichte Tage – weniger Kalorien Intensive Belastung kohlenhydratbetont – extensive Belastung fettproteinbetont
Kürten, 8. Mai 2013 (© Lothar Pöhlitz) - Die
Einflussversuche auch auf die Ernährung von Leistungssportlern durch Werbung
sind außerordentlich vielfältig. Sie tragen oft mehr zur Verwirrung bei als Hilfe
zu sein. Vor allem für die Sportler aus dem Hochleistungsbereich lauern aus dem
Bereich der Zusatzernährung Gefahren. Neben einer ausreichenden
belastungsabhängigen Kalorienzufuhr bildet eine gute Trainings-Basisernährung
die Grundlage für ein anspruchsvolles, systematisches Training. Eine
zielgerichtete Vorwettkampfernährung ist Basis für Erfolge und die
ausgewogenen Anteile von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen die Voraussetzung
für optimale Energiebereitstellung und Regenrationsabläufe. Sofort nach dem
Training oder Wettkampf unterstützen flüssige Kohlenhydrate + Kalium eine
schnellere Erholung. Hier geht's weiter ...
Prinzipien zur Sicherung der Leistungsentwicklung im Laufen
Anregungen von Lothar Pöhlitz
Kürten, 26. April 2013 (© Lothar Pöhlitz) - Die
Leistungsentwicklung in den Mittel- und Langstreckendisziplinen ist auf den
jeweiligen Jahreshöhepunkt auszurichten,
ein umfangreiches Winter-training, Wettkämpfe mit
Zwischen-Trainingsphasen bereiten eine hohe Leistungsstabilität über viele
Wochen im Sommer vor. Ziel ist die neue persönliche Bestleistung beim
individuellen Jahreshöhepunkt. Leistungsfortschritte
sind in der Regel an Belastungserhöhungen in den wichtigen leistungsrelevanten
Bereichen (Gipfelwochen in Quantität und Qualität) gebunden. Diese wiederum
erfordern Konsequenzen der Sportler für das mehr oder anders in der
Organisation des Trainings und der Wettkampfleistung. Ziel muss
sein den höchsten Grad der individuellen Fitness in den Wettkampfperioden zu
erreichen. Dafür muss das komplexe Training der Leistungsstruktur der
Wettkampfleistung entsprechen und das Mosaik von Unter-, Überdistanz- und
Spezialstreckenleistung zum Höhepunkt abrufbar sein. Hier geht's weiter ...
Tägliche Turnstunde für Ganztagsschulen in Österreich
AT macht es uns vor - es geht wenn es die Regierung will
Regensburg, 26. Aril 2013 (ORFat) - Die tägliche Turnstunde soll an ganztägigen Schulen ab sofort verpflichtend werden. Per Erlass werde es dort künftig mindestens fünf Stunden Sport pro Woche geben, kündigte Unterrichts-ministerin Claudia Schmied (SPÖ) am Mittwoch an. Die Mindeststundenanzahl für Bewegung und Sport an Hauptschulen und Neuen Mittelschulen (NMS) steigt von 10 auf 13 Wochen-stunden. Hier geht's weiter ...
Müssen in einem „Internationalen“ 10 Afrikaner weiterhin vornweg laufen?
Europas Veranstalter sollten gedopte Kenianer nicht länger finanzieren*.
Kürten, 7. April 2013, © Lothar Pöhlitz - Mit dem Beitrag von Jürg Wirz direkt aus dem aktuellen „Zentrum in Erklärungsnot“ - in Condition 4/2013 - zu KENIAS GROSSEM DOPING-PROBLEM wird sicher nicht nur mir die Ehrfurcht vor den genetisch Bevorteilten, viel härter als die Welt trainierenden Läufern aus den Höhen des Rift Valley, mit den vielen sensationellen Leistungen im letzten Jahrzehnt, verloren gegangen sein. Auch ich habe lange bezweifelt dass Maisbrei Ugali, Milch und viel Schlaf reichen um die hohen Belastungen – von Einigen über Jahre - einschließlich mehrerer Wochen Jetlag im Jahr rund um die Welt, so bravourös zu bewältigen. Die Offenlegung der Doping - Problematik und die Ergebnisstatistik nicht nur aktuell im Beitrag durch Jürg Wirz sondern auch immer öfter durch die Medien zeigt das es schon 1993 mit John Ngugi – den 5 fachen Crossweltmeister - begann und es seitdem fast jährlich einen oder eine von den Großen „erwischt hat“ wie Wirz es formuliert. Hier geht's weiter ...
Wie das Geschwindigkeitstraining von den Laktatwerten ableiten
Die Schwelle ist Basis – aber nur die halbe Wahrheit
Kürten, 3. April 2013, © LotharPöhlitz - Eine individuell unbefriedigende Leistungsentwicklung in den Mittel- oder Langstreckendisziplinen hat meist mehrere Gründe. Oft ist es das Ergebnis einer zu geringen Gesamtbelastung und einer zu geringen Effektivität in der Grundlagenausdauerentwicklung als Basis für das Training zur Entwicklung der V02max. Die zuletzt endlich immer öfter geführten Diskussionen um die aerob-anaeroben Schwellenkonzepte einschließlich der erforderlichen Konsequenzen aus den in den Leistungsdiagnostiken (LD) ermittelten vL3 und V02max-Werte haben bisher nur punktuell zu veränderten Trainingsqualitäten geführt. Nicht nur im Bereich der Erwachsenen, sondern schon im Jugend-Aufbautraining von Talenten muss die Entwicklung der VO2max mit einer wirksameren speziellen Kraftausdauer- und Schnellkraftentwicklung verbunden werden. Mehr Qualität im Training erfordert auch die parallele Unterdistanzentwicklung in allen Mittel- und Langstrecken und ihre Steuerung. Im Spitzenbereich muss der höhenleistungsfähige Läufer erst in Höhenketten aufgebaut werden, zu viele glauben immer noch dass bereits nach 3 Wochen in der Höhe sich ein sprunghafter Fortschritt einstellt. Hier geht's weiter ...
Immer öfter entscheidet die letzte Runde über Sieg oder Niederlage
Kraftvoraussetzungen verbessern und Schrittfrequenztraining einbauen
© Lothar Pöhlitz - Siege oder sehr gute Platzierungen sind im modernen Mittel- und Langstreckenlauf von einer möglichst optimalen Gestaltung der letzten Runde abhängig. Natürlich muss man zu Beginn der Endphasen erst einmal dort sein wo die Musik spielt wenn man eine Siegchance haben will. Dafür sind das Niveau der disziplinspezifischen Ausdauer und die Laufökonomie zuständig. Darüber hinaus wird der Erfolg von den erarbeiteten spezifischen Kraftfähigkeiten, der mentalen Stärke, der Schnelligkeit, der Beweglichkeit im Hüft-, Knie- und Fußgelenk und der Lauftechnik bestimmt. Besonders Letztere ist für eine optimale Ausschöpfung der individuellen Leistungsfähigkeit in Wettkämpfen von größerer Bedeutung als Vielen in der Praxis möglich ist.
Immer wieder verdeutlichten beispielsweise 800 m - Olympiasiegerin Pamela Jelimo (KEN), 5000 und 10000 m – Olympiasiegerin Tirunesh Dibaba (ETH) und 5000 m und 10000 m Olympiasieger Kenenisa Bekele (ETH) diese vorbildhafte Gestaltung der letzten Runden bzw. Endphasen durch eine deutlich sichtbare Schrittfrequenzerhöhung wohl am besten. Wer nicht darauf vorbereitet ist, dass im Weltniveau die Mehrzahl der Rennen über 800 - 10000 m zu schnell beginnt (Überhöhung gegenüber dem durchschnittlichen Renntempo) hat dringenden Übungsbedarf. Hier geht's weiter ...
Mit mehr Hallensaison könnten Läufer Reserven erschließen
Corinna Harrer rettete bei der EM in Göteborg die Ehre der Läufer
Kürten, 13. März 2013 (© Lothar Pöhlitz) - Die Ovationen, die „oh wie ist das schön – Gesänge“ der 4000 sehr zufriedenen Zuschauer mit der DM 2013 unterm top - hergerichteten Dortmunder Hallendach galten diesmal vor allem Verena Sailer, Björn Otto, Christian Reif oder Christina Schwanitz, aber auch Florian Orth, Carsten Schlangen oder Corinna Harrer. Man spürte aber auch dass das fachkundige Publikum die 1:49,11 (800 m M), die 3:41,00 (1500 m M) die 2:05,54, (800 m F) oder die 4:13,26 (1500 m F) sachlich richtig einordnen konnte. Die Hoffnungen aus dem Sommer auf weitere schnellere Lauf-Schritte haben bis zum Februar 2013 keine Fortsetzung gefunden, d.h. keine neuen Namen für die Hallen-EM. Das sich einige aus den jüngern Jahrgängen mit vorn zeigten ist noch nicht mit einem Qualitätsgewinn zu verbinden, reicht noch nicht für einen Generationswechsel. Hier geht's weiter ...
Trainer sind die „Allzweckwaffen des Sports“ – sie geben die Ordnung vor in der sich Talente entwickeln
Erziehung zum Leistungssportler ist wichtiger Teil der Ausbildung junger Talente
Kürten, 27. Februar 2013 (© Lothar Pöhlitz) - Trainer sind „Allzweckwaffen des Sports“, Pädagogen, Psychologen, Vorbilder, Fahrer, Persönlichkeiten, Papa/Mama –Coaches, Organisatoren, Koordinatoren, Motivatoren, Trainingspartner, Finanzjongleure, Scouts und natürlich auch Trainer die was von ihrem Fach, vor allem aber von der Erziehung auch „junger Wilder“, der Psychologie und auch vieles von der Sportmedizin verstehen sollten. Sie wissen, dass sich Leistungen ohne Regeln, Grenzen, Vorgaben, Vorbildfunktion, aber auch ohne Lob nicht wie von selbst entwickeln. Sie wissen aber auch, dass seit den 60iger Jahren der Umgang mit den inzwischen von Elternhaus und Schule nicht selten gegenüber früher „anders erzogenen Kindern“ auch von den Trainern eine etwas andere Position gegenüber ihren jungen Talenten erfordert. Diese Problematik spiegelt sich derzeit auch in unseren Bestenlisten wider. Hier geht's weiter ...
31 von 41 Eliteschulen des Sports haben Verbesserungspotential
DOSB - Bestandsaufnahme 2012: in der Qualität der Ausbildung nachbessern
Kürten, 15. Februar 2013 (von Lothar Pöhlitz) - 2012 fand in Leverkusen die 5. Bundeskonferenz der Eliteschulen des Sports statt. Unter dem Titel „Eliteschulen des Sports – ein neuer Zyklus beginnt“ präsentierte danach Olav Spahl, Ressortleiter Nachwuchsleistungssport beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) die Resultate der turnusgemäßen Qualitätsanalyse 2012 an allen 41 Eliteschulen des Sports und gab Einblicke in die Ergebnisse der Arbeit (Quelle: DOSB). 25 Schulen, das entspricht 61 Prozent, konnten für den Prüfzeitraum bis Ende 2010 laut DOSB die gestellten Aufgaben nicht erfüllen, nicht nachweisen dass ihre Kandidaten sich in ausreichender Zahl für Nationalmannschaften qualifizierten und angemessene Bildungsabschlüsse erlangten. Hier geht's weiter ...
Die 800m-Falle
Die kürzeste Mittelstrecke ist kein verlängerter Langsprint
Regensburg, 5. Februar 2013 (Kurt Ring) - Irgendwie hat man sich im Bereich Lauf der deutschen Leichtathletik auf den 800m zumindest in den letzten zehn Jahren verlaufen. Die Letzte, die nach der Jahrtausendwende die magische Marke von zwei Minuten unterboten hatte, war Claudia Gesell 2003 mit einer 1:58,93. Sie war es auch die bei der WM 2003 in Paris für die letzte internationale Platzierung mit Platz fünf sorgte. In dieser Zeit schon setzte man in der deutschen 800m-Szene der Frauen auf die 400/800m-Schiene, die als erfolgsträchtiger betrachtet wurde. Schließlich schienen auch die Protagonistinnen der Jahrtausendwende Gesell, Teichmann (2001 - 1:58,62) und Kisabaka (2000 – 1:59,97) aus dieser Ecke zu kommen. Ob Monika Gratzki (später Merl), Jana Hartmann oder Fabienne Kohlmann, die alle die zwei Minuten ankratzten, aber nie darunter blieben, alle kamen von den 400m. Erst 2012 änderte sich das Bild. Mit der Regensburgerin Corinna Harrer setzte sich die deutsche 1500m-Meisterin von 2011 und 2012 mit einer feinen, aber dennoch nur als Abfallprodukt ihrer 4:04,30 von den 1500m zu sehenden 2:00,34 deutlich an die Spitze der 800m-Bestenliste setzte, dahinter weitere Kolleginnen aus dem 1500m Lager. Hier geht's weiter ...
Trainingspraxis:Hanteltraining für Läufer besser vorbereiten
© Lothar Pöhlitz - Im Training von Läufern nimmt das Krafttraining einen angemessenen Raum ein. Auf der Grundlage von möglichst umfangreichen Konditionstrainingsprogrammen, einer gut vorbereiteten Muskulatur, soll durch eine zunehmend spezifischere Übungsauswahl die funktionalen Fähigkeiten von Sehnen, Bändern, Gelenken und der spezifischen Arbeitsmuskulatur so verbessert werden, dass sie einen wesentlichen Beitrag zu einer hohen Wettkampfleistung leisten können. Dabei hat in der Praxis des Krafttrainings von Läufern das dynamische, bewegungsorientierte Krafttraining Vorrang. Hier geht's weiter ...
Für Ausdauertalente die gern etwas länger laufen 10 Kilometer à 15 Kilometer à Halbmarathon - TEIL 2
Ein erstes Ziel könnte 15 km in 48:00 / 53:30 Minuten sein
© Lothar Pöhlitz - Eine notwendige Trainingsqualität muss mit der Forderung verbunden werden,mehr und mehr an den oberen Grenzen der individuell aeroben Möglichkeiten zu trainieren, auch wenn die Strecken zunächst erst einmal „kurz“ sind. Die aerobe Geschwindigkeitsgestaltung steigt im Verlaufe des Trainingsjahres und zum Wettkampf hin an, von 75 à 85 %, von 85 à 93 %, von 93 à 105 % und von 105 à 115 %.
1. Im Mittelpunkt des aeroben Ausdauertrainings steht von Anfang an das Erlernen des Umgangs mit dem mittleren Dauerlauf (DL 2). Ziel muss sein vielleicht mit 2 km beginnend, immer längere Strecken (im ersten Jahr bis 6 km) bei möglichst guter Lauftechnik (Mittelfußtechnik, Ausprägung der Laufökonomie) in einem ansprechenden Dauerlauftempo (individuell unterschiedlich von der Ruhe - HF und maximalen HF abgeleitet, bei einer Herzfrequenz von 150 – 170 Schl./min) zu absolvieren. Hier geht's weiter ...
Für Ausdauertalente die gern etwas länger laufen 10 Kilometer à 15 Kilometer à Halbmarathon TEIL 1
Ein erstes Ziel könnten 15 km in 48:00 / 53:30 Minuten sein
© Lothar Pöhlitz - In der Praxis der Vereinsarbeit sieht man oft Kindergruppen oder auch Trainingsgruppen im frühen Jugendalter, die nach Altersklassen oder auch nach Jungen und Mädchen getrennt üben. Unabhängig von ihrer Eignung, ihrem mitgebrachten „Erbgut, den Anlagen“, ihren biologischen Voraussetzungen und Entwicklungen (Normal-, Früh- oder Spätentwickler) oder der Muskelfaserstruktur üben alle nach gleichen Plänen und man ist oft baff erstaunt, dass sich bei gleicher Belastung Einzelne deutlich schneller entwickeln als andere. Differenzen von bis zu 4 Jahren zwischen Kalender- und „biologischen Alter“ oder Muskelstrukturunterschiede zwischen denen mit bevorzugt langsam - kontrahierenden ST- Fasern oder den „Privilegierten“ mit den mehr schnell - kontrahierenden FT- Fasern, weil sie eben schon früh schneller sind, sind „normal“. Auch die z.T. deutlich unterschiedliche Körpergröße, die Kraftfähigkeiten oder auch die eingebrachten mentalen Fähigkeiten sind Ursachen für das breit gefächerte Tempo der Leistungsentwicklung im Jugendalter. Ausdauertalente die gern etwas länger laufen werden nicht selten „zurückgehalten“ um sie erst „schneller“ zu machen. Hier geht's weiter ...
„Im Marathon geht ohne Klarheit im Kopf gar nichts“
Wolfgang Heinig im Interview
Quelle: www.hlv.de, Uwe Martin- Wolfgang Heinig ist seit November neuer Leitender DLV-Bundestrainer Lauf / Gehen. Sein Verantwortungsbereich umfasst auch den Kader Langstrecke/Marathon. Im Interview mit Uwe Martin (für hlv.de) spricht der Coach über die Leidensfähigkeit von Marathon-Männern und Frauen, ihr Training, über das Nachwuchsproblem in Deutschland und das Engagement der Straßenlauf-Veranstalter. Hier geht's weiter ...
Wer solche Programme schafft ist der persönlichen Bestleistung nahe
Im Jahrestrainingsaufbau tragen alle Geschwindigkeitsbereiche zur p.B. bei

Von Lothar Pöhlitz - Im Hochleistungstraining liegt der wichtigste Basis-Trainingsbereich für den Leistungsfortschritt zwischen 80–90 % der individuell-maximalen Herzfrequenz. Ist diese Basis erarbeitet entwickeln Programm > 90 % der HFmax die wettkampfspefischen Leistungsvoraussetzungen. Hier geht's weiter ...
Geduld, Geduld – Wunder dauern etwas länger
Sven Hannewald im Interview: Skisprung-Aufgaben auch für Läufer gut - Ein Kommentar zum Jahreswechsel von Lothar Pöhlitz
Regensburg, 01. Januar 2013, Von Lothar Pöhlitz - In einem sehr interessanten Interview kurz vor der Vierschanzentournee 2012/2013 – das Stephan Klemm im Kölner Stadtanzeiger mit dem ehemaligen Erfolgs-Skispringer Sven Hannewald geführt hat – äußerte sich der Neu-Rennfahrer auch zu den aus seiner Sicht Gründen für die aktuellen Erfolge der deutschen Skispringer und den Ergebnissen der Arbeit von Bundestrainer Werner Schuster nach einer längeren Durststrecke. Hier geht's weiter ...
Mo Farah (GBR) auf dem Weg zum Doppelolympiasieger
Die persönliche Bestleistung beim Jahreshöhepunkt ist Ziel für alle
Regensburg, 23. Dezember 2012, (Von Lothar Pöhlitz*) - Mo Farah verbrachte im Jahr vor Olympia 2012 insgesamt ca. 6 Monate im Höhentraining - in Fünf-Wochen-Blöcken. Der Wochenumfang orientierte sich an 110 Meilen (176 Km) mit Abweichungen nach oben (120, 130 Meilen), selten nach unten. Die Geschwindigkeit beim normalen Dauerlauf lag in der Höhe um 5:30 min je Meile (= 3:26 min/km), im Flachland schneller ! Die Tempoläufe (2x die Woche) werden von lang nach kurz gestaltet, z. B. zu Beginn 1.200, 800, 600, 400 m, aber auch länger, später auch 5 x 800 m in 2:05 min (bis 1:53 min, wenn der Umfang geringer wird) mit 2,5 min Pause, danach noch 4 x 400 m in 54 s. Alle zwei Wochen werden 4 x 6 x 40-m-Sprints (P 90 sec / SP 5 min) absolviert. Neben den hohen Laufumfängen spielt das Kraft-/Stabilitätstraining mit leichten bis mittleren Widerständen / z.B. Medizinball - eine große Rolle, ca. 5 x pro Woche gehen die guten Athleten in den Kraftraum (Gym). Eine von oft 3 Trainingseinheiten pro Tag dauert im Kraftraum ca. 1 Stunde - mit wenigen Übungen aber vielen Wiederholungen. Hier geht's weiter ...
Trainingswettkämpfe – Qualifikationen – Wettkampfhöhepunkte
Die persönliche Bestleistung beim Jahreshöhepunkt ist Ziel für alle
Regensburg, 11. Dezember 2012, Von Lothar Pöhlitz - Wettkämpfe sind der wichtigste Teil des Ausbildungsprozesses, unabhängig vom Jahreszeitraum sind sie Ziel, Kontrollinstrument für das absolvierte Training, bewirken die Entwicklung der physiologischen Systeme, der mentalen Eigenschaften, geben Auskunft über die Wirksamkeit der eingebrachten psychophysischen Belastung und den Stand der Beherrschung der Rekord- oder Sieg-Taktik. Vorrangige Ziele sind natürlich Siege oder das Podium bei den verschiedensten Meisterschaften, die Qualifikation für besondere Aufgaben, im Nachwuchstraining immer wieder die persönliche Bestleistung, auch in den Unter- und Überdistanzen, am besten bei den jeweiligen Jahreshöhepunkten. Hier geht's weiter ...
GRR-Veranstalter stellen Weichen für Nachwuchs –Straßenlauf – Cup*
Finale in Berlin am 13.10.2013 Schloss Charlottenburg
Kürten, 07. Dezember 2012, Von Lothar Pöhlitz - German Road Races e.V. (GRR) setzt bei der Unterstützung des deutschen Lauf-Nachwuchses Zeichen. Seit neun Jahren ehrt die Vereinigung der deutschen Läufe die besten Jugendlichen und zudem einen verdienstvollen (Vereins-)Trainer. Neben der Bekanntgabe von Maya Rehberg (SC Rönnau 74) und Homiyu Tesfaye (LG Eintracht Frankfurt) als Nachwuchsathleten des Jahres 2012 und Jürgen Eberding (SC Magdeburg) als Trainer des Jahres überraschte der GRR-Vorstand bei seiner Sitzung in Bräunlingen mit der Einführung eines Nachwuchs-Straßenlauf-Cups über die 10 km-Distanz. Hier geht's weiter ...
Lauf - Talente und ihre Trainer müssen Erfolge wollen aber auch „dürfen“
Wer mit 21/22 konkurrenzfähig sein will muss mit 17/18 belastungsbereit sein.
Kürten, 28. November 2012, Von Lothar Pöhlitz - Es ist schon toll wie viele Sportjournalisten der großen aber auch kleinen Medien in den letzten Wochen und Monaten der Leistungs-Philosophie des neuen Sportdirektors von Bayern München Mathias Sammer erst einmal uneingeschränkten Beifall zollten und „die geballte Wucht des Gewinnenwollens“ (Kölner Stadtanzeiger 4.7.2012) lobpreisten. Das wird sich eines Tages wieder ändern wenn Niederlagen kommen. Die besonders begeistert aufgenommenen Sammer-Zitate reichen von „alle Selbstkritik, alle persönlichen Eitelkeiten dürfen zukünftig keine Rolle mehr spielen, wir werden, wollen und müssen erfolgreich sein“ oder „ich sehe keinen Grund für irgendein Alibi, wir brauchen eine Aufbruchstimmung, unsere Ansprüche sind nun mal die allerhöchsten, ich will gewinnen.“ Dafür wird ohne Scham öffentlich gemacht das nicht nur jährlich das bereite und geeignete Spielerpotential der anderen Vereine eingekauft wird, das ein Spieler auch einmal 40 Millionen wert sei, aber auch das neue Ideen für mehr Effektivität im Sinne der Ergebnisse der Arbeit des eigenen Nachwuchsleistungszentrums erforderlich ist. Auch wenn nicht alle der Philosophie „wir wollen die Besten sein“ folgen arbeitet Sammer auch am Umfeld und an der Persönlichkeitsbildung „aller“ – auch öffentlich. Es ist schon interessant das alles aufmerksam aus der Distanz zu beobachten. Dies tun im Moment auch die Journalisten und die Fans, sie werden ihnen aber nur solange folgen solange sie erfolgreich sind. Deutsche Leichtathleten können leider Weltbeste nicht fertig einkaufen - sie müssen es mit Training versuchen. Hier geht's weiter ...
Ein Blick zurück auf die olympischen 1500 m der Frauen
Wenn man mehr will als „nur teilnehmen“, muss man das beizeiten schon wollen
Regensburg, 17.November 2012 (© Kurt Ring)- Corinna Harrer hat ihre olympische Feuertaufe in London bestanden, hat sich im 1500 m Halbfinale von der besten Seite gezeigt und nur um 23 Hundertstel das Finale verpasst. Für eine erst 21-Jährige ist das alles andere als ein Beinbruch. Corinna Harrer erfüllte im Halbfinallauf von London unter dem ganz besonderen „Olympiadruck“ die Anforderungen an Spitzenläufer, beim Jahreshöhepunkt die beste Leistung der Saison abzuliefern. Sie hat die wichtigste Bewährungssituation ihrer bisherigen Laufbahn mit Bravour bestanden und bekam von allen Seiten Lob. Auch wenn wir uns schon dem neuen Olympiazyklus zugewandt haben, erlauben wir uns – nachdem wir viele Nächte darüber geschlafen haben - heute noch einmal einen Rückblick. Hier geht's weiter ...
Erfolge von Eliten sind vor allem an Bedingungen, Trainer und Zeit gebunden
Für ein langes erfolgreiches Trainerleben muß man das Coaching beherrschen
© Lothar Pöhlitz, 10.11.2012 - Fachkräftemangel gibt es nicht nur in der Wirtschaft sondern auch im Bereich „Elite - Middle- & Long - Distance - Running“. Dieser Bereich der Läufer und Trainer, für den sich seit 2006 die Leichtathletik – Coaching - Academy engagiert, wird hier einmal gesondert thematisiert. Das Angebot an gutem Personal auf dem Trainermarkt hält sich bekanntlich sehr in Grenzen, die derzeit internationale Konkurrenzfähigkeit legt davon Zeugnis ab. Alle Sportverbände, auch aktuell die Leichtathletik, tun sich schwer für offene Stellen qualifizierte, kompetente Mitarbeiter, Profis mit viel Berufserfahrung zu finden, sicher auch weil man in der Regel von einem zu kleinen Honorar nicht leben kann. Hier geht's weiter ...
In einem 5000 m Rennen gibt es keine Pause
5000 m – Vorbereitung: Pausen kürzer – Teilstrecken länger – Tempo höher
(© Lothar Pöhlitz) - Bei einem bekannten Leistungsabstand von etwa 10 % zwischen Männern und Frauen würde eine 13:30 über 5000 m der Männer in etwa 15:00 Minuten der Frauen entsprechen. Das sollen beispielsweise einmal die Ziele sein um Trainer und Läufer – die solche anspruchsvollen Leistungen im Elitebereich anstreben - einmal mit ein paar trainingsmethodischen Problemen zu konfrontieren und sie zu Konsequenzen anzuregen, mit denen sie vielleicht etwas schneller ihre Ziele erreichen und im letzten 1000er eines 5000 m Rennens noch zusätzliche Reserven mobilisieren können. Dazu werden natürlich Läufer gebraucht die solche Aufgaben auch lösen wollen und bereit sind neue Wege mit Unterdistanztraining, in der speziellen Ausdauer und auch im Bereich der Überdistanzen bis mindestens zur anspruchsvollen 15 km – Leistung zu gehen. Hier geht's weiter ...
Zum Jahresbelastungsaufbau Mittelstrecke im Jugend-Aufbautraining (Mesozyklen)
© Lothar Pöhlitz - Die folgende konkrete Jahresplanung zeigt wie ein Jahrestrainingsaufbau für das Nachwuchstraining im Mittelstreckenlauf beispielhaft aussehen könnte. Sie ist darauf gerichtet die angestrebten persönlichen Bestleistungen im Zeitraum zwischen Juni – Mitte August zu erreichen. Im Mittelstreckenlauf hat sich bewährt wenn eine erste Leistungsausprägung im Januar / Februar innerhalb einer Hallensaison erfolgt. Leistungsfortschritte von Jahr zu Jahr sind an Belastungsfortschritte von Jahr zu Jahr und an lange Investitionsphasen (möglichst bereits ab September, bei auch stärkerer Nutzung des Monats Mai als Trainingsmonat) gebunden. Dieser Planungsvorschlag der sich vor allem an Talente wendet geht davon aus dass die Ziele Mitte August erreicht sind und die Übergangsperiode früh mit Urlaub beginnt. Hier geht's weiter ...
"Wir laufen schnell weil wir schnell trainieren" (Corinna Harrer)
Analysen sind erste Voraussetzung für weitere Läuferfortschritte
Regensburg, 28.10.2012 (© Lothar Pöhlitz) - An der Schwelle zum neuen Olympiazyklus werden sich nach erfreulichen „Läufer-Fortschritten“ im EM- / Olympiajahr 2012 auch der eine oder die andere die Frage stellen: warum hat es bei mir nicht gepasst, warum habe ich meine Ziele verfehlt, ich habe doch ganz gut trainiert. Was sollte ich verändern wenn ich 2013 wieder vorn dabei sein und mich über eine richtig gute persönliche Bestleistung freuen will. Fortschritte resultieren zuerst aus ehrlichen Analysen und präzisen Konsequenzen an der Schwelle zum neuen Jahr, zum neuen Olympiazyklus, dabei Vorsicht für die derzeit schon „Hochgelobten“, Erfolge können auch träge machen. Am besten ist, wenn dann im Februar die guten Vorsätze vom September noch einmal besprochen und aktualisiert werden damit die Monate März – Mai noch besser werden wie die Wintermonate. Vor allem gilt für das neue Jahr eins: unabhängig von der Jahreszeit und unabhängig von den Trainingsinhalten sollten in jeder Woche 2 – 4 Trainingseinheiten mit dem großen „Q“ – also als Qualitäts – TE – gesichert werden. Hier geht's weiter ...
Eine vL3 – Schwelle von 5,8 m/s allein reicht nicht für 27:20
Mit Qualitätstraining den höhenleistungsfähigen Langstreckler aufbauen
Regensburg, 30.09.2012 (© Lothar Pöhlitz) - Auch wenn es gegenwärtig schwer vorstellbar ist, das demnächst ein deutscher Langstreckler 10000 m in 27:20 schafft, sollte man solche Ziele (mehr als 40 Läufer sind in der Welt bis 2012 bereits unter 27:00 Minuten geblieben!) und die notwendigen Wege dahin nicht aus den Augen verlieren. Wer kein Ziel hat und den Weg zum Ziel nicht kennt bleibt in der Regel in seinem eigenen niedrigeren Anspruch hängen. 27:20 bedeuten 10 x 1000 m in 2:44 oder 2 x 5000 m in 13:40 ohne Pause! Das zu erreichen würde erfahrungsgemäß parallel eine Unterdistanzüberhöhung von etwa 5 - 10 % erfordern, das sind 5000 m um 13:00 Minuten und 1500 m um 3:34! Zu beachten ist, dass eine aerobe vL3-Schwelle von 5,8 m/s (2:52 min/km) als Basis und das Renntempo nur etwa 5 % auseinander liegen die zu überbrücken sind. Hier geht's weiter ...
Wenn die U23/U20–Hindernis – Rekorde Ziel sind
Gesa Krause und Maya Rehberg haben vorgelegt – nun wären die Jungen dran
„Hard work beats talent when talent doesn't work hard“
Evan Jager 23 Jahre - USA (2012 : 3000 m Hindernis 8:06,81)
Regensburg, 20.09.2012 (Lothar Pöhlitz) - Nicht nur in der Welt, auch in Deutschland wurden die Hindernisse in der Vergangenheit vorwiegend von denen gelaufen, die über die Flachstrecken international oder auch national nur geringe Chancen hatten sich ganz vorn zu platzieren. Dies gilt nicht nur für den Spitzen- sondern auch für den Nachwuchsbereich. Eine Einordnung der 3000 m Hindernisleistung Weltbester in ihr Leistungsprofil soll nicht nur die Anforderungen an eine Hindernisleistung verdeutlichen, sondern auch den Nachwuchs animieren, sich vielleicht dieser Strecke als Spezialstrecke zu zuwenden, wie es Gesa Felicitas Krause in den letzten beiden Jahren sehr erfolgreich getan hat. Hier geht's weiter ...
„Zuerst musst Du Dich selbst besiegen“
Wie das Training in Äthiopien mein Laufen veränderte*
Teil-Übersetzung aus einem Beitrag von: Hilary Stellingwerff (Canadian runner - 1500m)
Regensburg, 09.09.2012 (Lothar Pöhlitz) - Seine müden Augen und sein wackeliger Gang verrieten alles. Es war ein langer, harter Tag gewesen und ich denke, dass er es vorgezogen hätte, sich jetzt auszuruhen anstatt mit Fremden zu Abend zu essen. Er hatte gerade einen Halb-Marathon-Weltrekordversuch in Portugal hinter sich, jedoch verfehlte er ihn mit 59:15 Minuten knapp — wobei das immer noch die siebtschnellste Zeit in der Geschichte ist. Er setzte sich neben mich und erzählte mir, dass er zwar sehr müde, jedoch glücklich sei, jetzt bei uns zu sein. Ich konnte nicht widerstehen und musste ihn einfach nach seinem Erfolgsgeheimnis fragen. Bei dieser Frage wurde er wieder wacher und antwortete mit sechs einfachen Worten. Hier geht's weiter ...
Ist das Lauf - Talent erkannt beginnt früh die "Lehre"
Praxis - Erfahrungen zum Aufbau junger Mittel- und Langstreckler
Regensburg, 02. September 2012 (von Lothar Pöhlitz & Kurt Ring) - Die Erfahrung des Regensburger Lauf-Coaches Kurt Ring, dass es am sichersten ist, junge Talente erst nach der Pubertät für einen leistungsorientierten Belastungsaufbau herauszufiltern, hat mir so gut gefallen, dass ich ihn überzeugt habe, in einem gemeinsamen Beitrag zur Talentausbildung einige Erfahrungen aus mehreren Jahrzehnten Arbeit mit jungen Leistungsläufern zusammenzufassen. Dabei soll vorausgeschickt werden, dass es uns um die Vorbereitung außergewöhnlich Begabter, um echte Talente, um die Goldkörnchen geht, die eines Tages Deutschland bei EM, WM oder Olympischen Spielen erfolgreich vertreten „wollen“. Wenn junge Lauftalente aber mit 16 Jahren noch nicht erkannt sind und kein Schülergrundlagentraining absolviert haben wirdes schwer,den Zenit noch zu erreichen. Hier geht's weiter ...
Bis zu den „Olympics 2016 in Rio“ sind es nur noch 200 Wochen Olympische Lauf-Erfolge 2016 erfordern „TRAIN HARD – WIN EASY“
In Rio sind Läufer erst unter 1:43 – 4:00 – 13:00 – 9:00 – 30:30 – 2:06 konkurrenzfähig
Lothar Pöhlitz - 4 Jahre vor Olympia 2016 in Rio de Janeiro - Sportler die es noch nicht verinnerlicht haben warum Olympische Spiele aller vier Jahre das größte und wunderbarste Fest des Weltsports sind haben es 2012 erleben dürfen. Großbritannien wunderbar. Und die Leichtathleten und ihre Fans haben dazu einen tollen Beitrag geleistet. Sportler, Trainer und Funktionäre von der Insel haben mehr als einen Olympiazyklus genutzt und schließlich ihre Leistungsfähigkeit, Organisationskraft, ihre Kultur, ihre freundlichen, hilfsbereiten, teilhabenden, stolzen Menschen der Welt in den 2 Olympia-Wochen überzeugend präsentiert. Aber auch Deutschland machte auf sich aufmerksam. Schade dass es schon vorbei ist. Hier geht's weiter ...
86 Medaillen geplant – 44 erkämpft – zufrieden? - Von 28 Goldmedaillen nur 11 erreicht - „Mittelmaß-Nation“?
Nicht nur prüfen - verändern, organisieren, Leistungen wollen
Es müssten alle funktionieren die für den Leistungssport arbeiten.
Ein Kommentar von Lothar Pöhlitz - Deutschlands erfolgreiche Olympioniken haben es nicht verdient, dass unser Abschneiden bei Olympia sich immer wieder auf die 86 / 28 geplanten und 44 / 11 erkämpften Medaillen fokussiert. Und trotzdem sind vor allem die angespro-chenen Trainer und Athleten bestimmt nicht böse dass dieses Problem einmal öffentlich wurde. Es zeigt nämlich, dass die Wünsche, Träume und Zielvorstel-lungen von BMI und DOSB leider nicht mit den zur Verfügung gestellten Be-dingungen korrespondieren. Großbritannien hat gezeigt, welche Leistungen von Trainern, Athleten und Funktionären „erarbeitet werden können“, wenn das Umfeld und die Organisation Hochleistungstraining ermöglicht. Auch un-sere 44 Medaillengewinner haben in den unterschiedlichsten Sportarten be-wiesen dass mehr möglich wäre. Erfahrung ist aber auch, dass niedrige Ziele zu weniger Anstrengungen führen. Hier geht's weiter ...
1 x – 2 x – 3 x – 4 x – 5 x die Streckenlänge - mit ansteigender Geschwindigkeit
Zur Quantität und Qualität des Mittelstreckentrainings

Von Lothar Pöhlitz - Eine stetige Steigerung der Wettkampfleistung im Mittelstreckenlauf ist möglich, wenn: schrittweise – bei realistischen jährlichen Leistungszielen – auf der Basis eines für die jeweilige Disziplin (Spezialstrecke) erforderlichen Grundlagenausdauerniveaus (vL3 + V02max) ein längerfristiger, leistungszielorientierter Geschwindigkeitsaufbau (TL2, TL3, TL-SA – d.h. > 85 % + > 95 % + > 105 - 120 % v. L-Ziel) bei streckenabhängigem Tempolauf - Umfang pro TE und einer entsprechenden Pausengestaltung, erfolgt. Immer kürzere Pausen haben bei immer höheren Geschwindigkeiten einen entscheidenden Einfluss auf die Ausprägung der Laktattoleranz für die Wettkämpfe. Hier geht's weiter ...
Die Atmung sichert während und nach der Belastung die Sauerstoffversorgung
Der Sauerstoff muss rein, das Kohlendioxid muss raus
(© Lothar Pöhlitz) - Obwohl Läufer mit den Begriffen Sauerstoffversorgung, Sauerstoffpuls, Sauerstoffaufnahmevermögen, Sauerstoffdefizit, Sauerstoffschuld, Sauerstoff-Dauerleistungsgrenze, Vitalkapazität oft wie selbstverständlich umgehen, kommt die Lehre von der richtigen Atmung zur optimalen Sauerstoffversorgung und Kohlendioxidabatmung in der Trainingspraxis von Leistungsläufern, in der Trainerausbildung, selbst auch in der speziellen Literatur oft zu kurz. Es wird mehr oder weniger jungen Athleten überlassen wie sie beim langsamen, mittleren oder auch schnellen Laufen atmen, ob durch den Mund oder die Nase oder ob sie nach maximalen Belastungen durch eine bewusste Sauerstoffmehraufnahme die Rückkehr zum Ruheausgangswert und damit auch das Regenerationstempo unterstützen. Hier geht's weiter ...
Von Null auf vier, dank Papaautorität – Vorsicht bei Grüning geklaut, aber verdammt richtig!
Ein guter Trainer braucht Durchsetzungsvermögen und Charisma
Regensburg, 18. Juli 2012 (orv) – „Wenn es derzeit eine Läuferhochburg in Deutschland gibt, dann liegt sie in Bayern, genauer gesagt in Regensburg. Corinna Harrer, Maren Kock, Philipp Pflieger und Florian Orth sind alles junge Talente für die 1500m bis 5000m-Distanzen, alle waren sie bei den Europameisterschaften dabei und alle trainieren sie unter demselben Coach: Kurt Ring,“ schreibt Martin Grüning auf Seite 87 seiner Kolumne „Grünings Klartext“ in der August-Ausgabe 2012 von Runner’s world. Dazu möchte ich gleich als Schreiber dieser Abfassung und gleichsam in der breiten Öffentlichkeit Angesprochener gleich etwas zu meiner Person klarstellen. Natürlich bin ich so etwas wie der spiritus rector der Regensburger Laufphilosophie, muss aber dazu festhalten, dass im Falle Orth, Kock und Flügel die dafür zuständigen Heimtrainer Klaus Bornmann, Arno Kosmider und Jürgen Stephan am Mann/Frau absolut ganze Arbeit machen und ich im Falle der Drei lediglich in gesamtplanerischen Dingen oder eben bei der Betreuung im Trainingslager direkt mitmische. Trotzdem, die Philosophie ist bei allen die gleiche. Hier geht's weiter ...
Die Lauf - Jugend der Welt präsentierte in Barcelona ihr Leistungsniveau
„......da hat man gesehen wo es hingehen muss“ (S. Heinrich Eurosport 11.7.12)
Eine Nachbetrachtung zur U20 - WM 2012 von Lothar Pöhlitz - Am Ende der Nachwuchsweltmeisterschaft 2012 in Barcelona kann man für den DLV - U 20 – Nachwuchs Platz 3 in der Nationenwertung, Platz 5 in der Medaillenwertung, 2 x Gold und 4 x Silber durchaus positiv bilanzieren. Auch wenn es noch eine Reihe erfreulicher Anschlussleistungen und viele persönliche Bestleistungen gab „wir“ haben in 40 Einzeldisziplinen nur 6 Medaillen gewonnen. Das war spürbarer Wertmaßstab für die Medien und auch Eurosport, denen für die umfangreichen und auch kritischen Übertragungen ein Extralob gebührt.
Da es sich ja um das Voraussetzungspotential des DLV für den Hochleistungsbereich in den nächsten Jahren handelt, soll mit dieser Bestandsaufnahme zugleich auf Reserven – natürlich vor allem für die Mittel- und Langstrecken - aufmerksam gemacht werden. 5 von 6 Medaillen wurden von den Juniorinnen erkämpft und nur eine von den Junioren. Haben wir ein „Jungen-Problem“ – sind 6 Platzierungen nahe zu den Besten 4 Jahre vor den nächsten Olympischen Spielen eine beruhigende Ausgangsposition? Haben wir nicht in zu vielen Disziplinen im Vergleich zur stürmischen Leistungsent-wicklung der Junioren in der Welt aus der Sicht dass die nächsten internationalen Hö-hepunkte sehr nahe sind einen zu großen Abstand? Hier geht's weiter ...
Team2012.at – ein Leichtathletikverein im neuen Stil
Leichtathletik und Laufen in Österreich – attraktiv, zeitgemäß und ehrlich!
(Von Lothar Pöhlitz) Im Interview : Wilhelm Lilge – Seit 2011 Teamleiter Lauf im ÖLV (= leitender Bundestrainer), Dipl.-Trainer LA, studierter Betriebswirt und Teamleiter des Vereins „team2012.at“ Ihr Verein team2012.at wurde 2008 neu gegründet, „um mit schlanken, effizienten Strukturen, schneller Handlungsfähigkeit und kurzen Entscheidungswegen innerhalb des Österreichischen Sportgefüges als modernes, kundenorientiertes Dienstleistungsunternehmen mit hohen Zielen im Wettbewerb besser zu bestehen.“ „Wir wollen Leichtathletik gestalten und nicht nur verwalten, wir wollen bereit sein für die Herausforderungen des Sports heute und in der Zukunft“ findet man auf der Homepage in der Präambel. Da der Laufbereich – mit einem klaren Bekenntnis zum Leistungs- und Nachwuchsleistungssport im Team – im Zentrum des Interesses steht, haben wir mit den Gründer und Teamleiter, der gleichzeitig Österreichischer Nationaltrainer Lauf ist, Wilhelm Lilge, das nachfolgende Interview geführt. 5 von 6 Medaillen wurden von den Juniorinnen erkämpft und nur eine von den Junioren. Haben wir ein „Jungen-Problem“ – sind 6 Platzierungen nahe zu den Besten 4 Jahre vor den nächsten Olympischen Spielen eine beruhigende Ausgangsposition? Haben wir nicht in zu vielen Disziplinen im Vergleich zur stürmischen Leistungsent-wicklung der Junioren in der Welt aus der Sicht dass die nächsten internationalen Hö-hepunkte sehr nahe sind einen zu großen Abstand? Können oder wollen wir gegen eine solche Leistungsdarstellung in Zukunft noch bestehen? Hier geht's weiter ...
Eine kleine Analyse zur Sieg-Taktik bei der EM 2012 in Helsinki
Der komplexe Läufer muss nicht nur der bessere Spurter sein
Von Lothar Pöhlitz - Das Außergewöhnliche ist das Normale, so könnte man die Taktik in den Läufen bei den Europameisterschaften 2012 in Helsinki zusammenfassen. Am Beispiel einer kleinen Analyse der Geschwindigkeitsgestaltung in den Mittel- und Langstrecken der Frauen (für die Männer gibt es keine anderen Erfahrungen) soll aufmerksam gemacht werden, dass die für internationale Wettkampfhöhepunkte Europameisterschaften, Weltmeisterschaften oder Olympische Spiele - wo es natürlich in erster Linie um Medaillen oder Siege geht – aus der Trainingsmethodik bekannte Sieg – Taktik, durch aktuelle Verhaltensweisen nicht nur während der Vorläufe – für den einen oder anderen kleine Konsequenzen für seine zukünftige Vorbereitung erfordert, d.h. learning by doing. Hier geht's weiter ...
Aufgabenkatalog zur Leistungsoptimierung für Mittel- und Langstreckler
Immer schneller - bis in die Spitze
© Lothar Pöhlitz - Die Entwicklung der Leistungen, die Leistungsverdichtung und auch die Verjüngung in den Laufdisziplinen weltweit hat in den letzten Jahren so zugenommen, dass die Leistungserwartungen und der Abstand von jungen Lauftalenten zum Weltniveau intensivere Überlegungen für ein schnelleres Entwicklungstempo, einen früheren Beginn und eine höhere Wirksamkeit des Trainings erforderlich machen.Hilfreich dabei kann sein, dass die internationalen Ziele für den Nachwuchs im Zusammenhang mit U18 – U20 – U23 – EM, WM früher neue höhere Anreize zum Training schaffen. Natürlich führt das auch dazu dass die Konkurrenz gleichermaßen die Anstrengungen erhöht und so die Aufgaben natürlich nicht leichter werden. Hier geht's weiter ...
15km Weltrekorde Leonard Komon und Tirunesh Dibaba
Was sagen uns 15 km Weltrekorde von Komon (KEN) in 41:13 und Dibaba (ETH) in 46:28 - Eine Leistungsanalyse mit Konsequenzen
Von Lothar Pöhlitz - Der Kenianer Leonard Komon hat im November 2010 in Nijmegen (Niederlande) mit 41:13 Minuten einen neuen 15-Kilometer-Weltrekord aufgestellt. Die schnellste bisher von Frauen gelaufene Zeit erzielte Tirunesh Dibaba (ETH) ein Jahr zuvor ebenfalls in Nijmegen mit 46:28. Auch wenn das für viele unerreichbare Traumzeiten sind (die ersten 10 km wurden damals in 27:39, die „letzten 10 km“ in 27:12 ! zurückgelegt), lohnt es sich doch für die, die nach Spitzenleistungen streben, sich einmal den Wert solcher Männer- bzw. Frauenleistungen einmal zu verdeutlichen und gleichzeitig, darüber nachzudenken, welche Konsequenzen für ein schneller im Langstreckenlauf damit für alle verbunden sein könnten. Hier geht's weiter ...
10 Top-Tipps und Aufgaben für 10.000 m immer schneller
von Lothar Pöhlitz
Spitzenleistungen verlangen sich mit der individuellen „Wahrheit“ auseinanderzusetzen. Nämlich mit der Wahrheit, dass dem Leistungsfortschritt Anpassungen vorausgehen müssen die belastungsabhängig auf die Spezialstrecke ausgerichtet sind. Es wirken nur Veränderungen im Vergleich zu den „Nachlässigkeiten der Vergangenheit“ und den nicht realisierten Vorsätzen: ich werde in Zukunft… Vor allem das Talent und das „Tun“ entscheiden. Die Kilometer, die Geschwindigkeiten, die Streckenlängen, die mögliche Dichte anspruchsvoller Belastungen, die notwendigen kurzen Pausen, die Investitionen ins Höhentraining und auch die dazugehörigen aktiven Maßnahmen zur Beschleunigung der Regeneration (Ernährung, Schlaf, Physiotherapie usw.) bestimmen die Qualität der neuen persönlichen Bestleistung am Ende der nächsten Trainings- und Wettkampfjahre. Und die neue persönliche Bestleistung erfordert im Vorfeld nicht nur eine erhöhte maximale Sauerstoffaufnahme (V02max), ausreichend „lange TE“ im Geschwindigkeitsbereich um 100 % vom geplanten Renntempo, sondern auch Tempogefühl und Laufökonomie um 25 Runden lang sehr nahe bei dieser Leistungszielgeschwindigkeit agieren zu können. Hier geht's weiter ...
Fettstoffwechsel, Kilometer und Geschwindigkeiten
Frauen sind nicht die besseren Marathonis, die Weltrekorde zeigen es. Mit Tempogefühl und Herzfrequenzen das Ausdauertraining effektivieren
Von Lothar Pöhlitz - Zur Sicherung einer gewollten Trainingswirkung können Trainingsherzfrequenzkontrollen mittels Pulsuhr oder per Hand einen effektiveren Ausdauertrainingsfortschritt unterstützen, aber nur dann, wenn man die Faktoren kennt und berücksichtigt, die die Herzfrequenz nach oben und unten beeinflussen. Die individuelle Herzleistungsfähigkeit, die Atmung und das Tempogefühl, aber auch die Ernährung sind wichtige Kriterien für die beispielsweise trainingswirksamste Geschwindigkeit zur Erschließung von – bei vielen - großen Fettstoffwechselreserven im Langstreckenlauf. Verallgemeinerte Pulsvorgaben für Alle wie z.B. “Puls 130“ für das Dauerlauftraining sind falsch weil ein leistungsorientiertes Training immer auch mit Geschwindigkeiten verbunden ist. Hier geht's weiter ...
Der Schmerz sagt Dir ob Du an Deine Leistungsgrenze gegangen bist
Laktat – Mobilisationsfähigkeit – Laktattoleranz
(von Lothar Pöhlitz) - In einem Interview bei der Europameisterschaft 2010 der Schwimmer beantwortete Europameister Paul Biedermann die Frage nach seinen Leistungsreserven für die Zukunft u.a. so: „Der Schmerz sagt Dir ob Du an Deine Leistungsgrenze gegangen bist und ich war nah dran“. Er versuchte damit zu verdeutlichen, dass sein weiterer Fortschritt neue Dimensionen in seiner Schmerzgrenze erfordert und verwies gleichzeitig auf das neue 18 jährige Talent aus Frankreich, dass ihm gerade eine schmerzliche Niederlage beigebracht hatte. Das ist der Maßstab philosophierte er, am besten wäre wenn wir bei den WM und OS gemeinsam gegen die Besten aus den USA und Australien siegreich wären.In dem nachfolgenden Beitrag können sie einmal mehr über die Ursachen der Schmerzen erfahren, die auch Voraussetzung für Leistungsfortschritte sind und mit denen sie in Endphasen von schnellen Mittelstreckenrennen in der Regel leben müssen. Dies erfordert aber von den Besten sich in Rennen nicht um die „Langsamen“ zu kümmern, die sich möglichst nicht wehtun wollen und den Wert des Rennens für die Schnellen zu mindern versuchen. Hier geht's weiter ...
Über Höhen - Aufbautraining in 900 und 2300 m - Motorik - 1500 m & 5000 m für Hindernis – Blocktraining - Marathon - und LD - Ansprüche
Im Interview : Wolfgang Heinig vor der Olympiasaison 2012 Christophe Chayriguet* traf Wolfgang Heinig im März in Iten / Kenia
Das wievielte Mal bist Du jetzt bereits im Kenia-Höhentraining in Iten und wen betreust Du diesmal hier?
Ich war das erste Mal 2010 hier, jetzt sind wir das 3. Mal da, Anna** und Lisa Hahner, Katharina Heinig, Gesa Krause, und Nachwuchs Athleten zwischen 18-19. Unserer Gruppe haben sich in diesem Jahr Sabrina Mockenhaupt und Sören Kah** angeschlossen. Warum Kenia, was ist das Besondere an Iten und seiner Umgebung für das Training? Wieso Kenia und nicht Äthiopien oder Mexico? Ich kenne Afrika von früher, Äthiopien noch besser als Kenia, in Addis Abeba waren wir mehrfach in einer ähnlichen Höhe wie Iten. Durch die vielen Berichte über Kenia ist man natürlich auf Kenia aufmerksam geworden. Seit wir 2010 das erste Mal hier waren bin ich absolut begeistert! Mexico wo ich auch oft war hat sich inzwischen zum Negativen verändert. Durch das erhöhte Verkehrsaufkommen sind die Wege zu den Trainingstrecken zu weit geworden. Hier geht's weiter ...
Motivation ist für die Lauf - Leistung genauso wichtig wie Tempoläufe
Zur Rolle psychischer Einflussfaktoren aus Trainersicht
(von Lothar Pöhlitz) - Im Verlaufe der Jahre an der Laufbahn, bei Straßenwettkämpfen und beim Cross wurde mir immer bewußter, dass jede positive, aber auch jede negative Leistung ein Produkt von „Beinen und Kopf, von Körper und Geist“ ist. Dabei sind Niederlagen wichtige Voraussetzungen für den Leistungsfortschritt, wenn sie entsprechend sachlich aufgearbeitet werden. Nicht selten gehen die Meinungen über den Anteil des „Kopfes“ an der Leistung auseinander. Ohne eine konkrete Zahl zu kennen, der Anteil psychologischer – mentaler Faktoren an einer Leistung ist zwar individuell unterschiedlich, aber doch sehr hoch. Ich glaube, das mindestens 30 % aller Athleten (oder auch mehr) ihre mögliche sportliche Leistung bei wichtigen Wettkämpfen nicht auf die Bahn bringen, weil ihre mentale Stärke, ihre Versagensängste, die reale Einschätzung der Leistungsmöglichkeiten oder das mangelnde Selbstvertrauen es zulassen, das die Gegner überschätzt und die eigene Leistungsfähigkeit unterschätzt werden. Das Prädikat „Trainingsweltmeister“ ist schnell verteilt, ohne zu bedenken, ob die gemeinsame Trainingsarbeit der letzten Jahre den Aufbau der mentalen Stärke auch beinhaltete. Viele werden von frühester Jugend an mit dieser Problematik zu wenig konfrontiert. Hier geht's weiter ...
Trainingspartnerschaft über Ländergrenzen hinweg
Im Interview* : „Lissi“ Niedereder - Österreichs Hoffnung über 800 m der Frauen
Wir trafen sie in der Sportschule Kienbaum beim gemeinsamen Training mit Jana Hartmann. Eine Österreicherin in Kienbaum - wie kommt´s?
Durch die Trainingsgemeinschaft mit Jana Hartmann und dem Training bei Trainer Pierre Ayadi seit Oktober 2011 hat sich die Möglichkeit ergeben an diesem DLV Lehrgang der deutschen Mittelstrecklerinnen kurz vor der Freiluftsaison teilzunehmen. Das habe ich sehr gerne in Anspruch genommen. Die Zeit in der schönen Sportschule hier in Kienbaum möchte ich nutzen, um mir den Feinschliff vor den ersten Wettkämpfen zu holen. Dabei motiviert es mich natürlich sehr mit vielen der besten deutschen Läuferinnen zusammen zu trainieren. Hier geht's weiter ...
Pausen, Pausen, Pausen, Pausen
Immer schneller bei immer kürzeren Pausen ist das Prinzip der Besten
(von Lothar Pöhlitz) - Wichtige Kriterien für die Beurteilung eines absolvierten Lauf-Trainings sind die Einhaltung der vorgegebenen Geschwindigkeiten bei einer hohen Stabilität der Lauftechnik bis zum Programmende. Dies wird vor allem gesichert, wenn die Erholungszeiten zwischen den Läufen gerade ausreichen um diesen Forderungen auch gerecht werden zu können. Dies wiederum wird vom Konditionszustand des Athleten, seiner Herzleistungsfähigkeit, von den äußeren Bedingungen (Temperatur, Wind, Luftfeuchtigkeit), den fachgerecht vorgegebenen Geschwindigkeiten, den Streckenlängen und der Länge und Gestaltung der Pausen bestimmt. Um auch die mentale Bereitschaft zur Realisierung des Programms auf hohem Niveau bis zum Ende bei der angestrebten Reizwirksamkeit zu nutzen, müssen die Erholungspausen so gewählt werden, dass die Anforderungen im vollen Umfang, nicht nur in der vorgegebenen Geschwindigkeit, erfüllbar sind. Weil sie Bestandteil der Belastung sind muss die Einhaltung der Pausen genauso „überwacht“ werden wie die Läufe.Hier geht's weiter ...
Ein Schwerpunkt in der Lauf - Nachwuchsausbildung
"Leicht" Lauftechnik
(von Lothar Pöhlitz) - Eine gute möglichst „leicht“ aussehende oder noch besser sich „leicht“ für die Läufer anfühlende Lauftechnik, leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Wirksamkeit des Dauerlauf- und Tempolauftrainings und der Lauf-ökonomie. Die Anforderungen an die Kraft im Doppelschritt, sowohl in den Stütz- als auch Schwungphasen erfordert eine komplexe Vorbereitung durch Ganzkörper-Krafttraining und eine gute Gelenkbeweglichkeit. Im Nachwuchs-training sollte sowohl der Mittelfußaufsatz für das Ausdauertraining als auch das Vorfußlaufen (Ballenlauf) für die Schnelligkeit, Schnelligkeitsausdauer, das spezielle Ausdauertraining und die Wettkämpfe erlernt und immer wieder bewusst angewandt und verbessert werden. Die fast parallele Armführung unterstützt in Abhängigkeit von der gewollten Geschwindigkeit entweder langsam-ruhiger oder schnell-frequenzbetonter die Beinarbeit. Je stärker das „Zentrum“, umso leichter können Arme und Beine die Befehle aus dem Kopf in schnelles Vorwärtslaufen umsetzen. Bei der WM 2011 konnte man gut be-obachten dass sich inzwischen die Vorfußtechnik (Ballenlauf) bis zum 10.000 m Lauf durchgesetzt hat.Hier geht's weiter ...
Die Keino´s sorgen sich um die Läuferkonkurrenz Europas
Deutsche Trainer und Läufer zur „Fortbildung im Rift Valley“ willkommen
Regensburg, 02. April 2012 (Von Christophe Chayriguet) - Kipchoge Keino – kenyanischer Nandi - einer der erfolgreichsten Mittel- und Langstreckler der Geschichte – zweifacher Olympiasieger und gleichzeitig Silbermedaillengewinner bei den Olympics 1968 in Mexico und 1972 in München (persönliche Bestleistungen : 3:34,91 – 13:24,2 – 8:23,64 – 28:06,64) kommt das Verdienst zu mit seinen frühen Erfolgen einer der großen Vorbilder und Botschafter nicht nur für Kenyas Jugend sondern auch für die Läufer der Welt zu sein. Er demonstrierte die Wirksamkeit des Trainings im Rift Valley, in Höhen zwischen 2000 – 3000 m und gab zugleich seinen Landsleuten Hoffnung und Optimismus. Nach seiner Karriere half er als Nationaltrainer Wissen zu verbreiten und seit 1999 als Leichtathletik- Präsident, im IOC und Chef des NOK Kenias einem langfristigen Entwicklungsprozeß Führung zu geben. In unserem Interview mit ihm und seinen Sohn Ian Keino sagen sie was sie heute tun und das sie sich um die Zukunft des Mittel- und Langstreckenlaufs in Europa sorgen, weil sich die Zuschauer und Veranstalter demnächst abwenden könnten, wenn immer öfter bei den großen Stadion-Events die ersten 10 Plätze oder mehr von Afrikanern belegt werden. Hier geht's weiter ...
Spezifisches Krafttraining zielt auf ein höheres Renntempo auf allen Strecken
Ein „Läufer – Cirkel – Spezial“ für mehr Vortrieb durch stärkere Füße, Fußgelenke und den Kniehub
Regensburg, 23. März 2012 (Von Lothar Pöhlitz) - Aus der Geschichte der Lauf-Trainingsmethodik sind schon viele Varianten bekannt mit spezifischem Krafttraining den Leistungsfortschritt zu beschleunigen. Mit diesem „Läufer – Kraft – Cirkel“ soll eine weitere Möglichkeit hinzugefügt werden die speziel-len Kraftvoraussetzungen für schnelleres laufen zu verbessern. Schwerpunkte sind dabei - ohne die Ganzkörperathletik zu vernachlässigen - die Füße, Fußgelenke, Beine und die Kniehebemuskulatur. Hier geht's weiter ...
Lothar Pöhlitz - Buch-Neuerscheinung
Trainingskonzepte erfolgreicher Läufer und Geher mit Konsequenzen für das Training heute
Regensburg, 24. Februar 2012 - Beiträge, die in der Vergangenheit die internationale Lauf-Trainingsmethodik wesentlich beeinflussten, mit Konsequenzen vom Autor für das Training von „Leistungsläufern“ heute. Aus dem Vorwort: Toni Nett schrieb 1966 im Vorwort zu seinem Buch „Modernes Training weltbester Mittel- und Langstreckler“: „Unter modernen Training der Mittel- und Langstreckenläufer verstehen wir die von der Mehrzahl der Weltbesten angewandten Methoden zur Leistungsentwicklung. Es sollen reichliche Vergleichsmöglichkeiten zum eigenen Training geboten und Ansatzpunkte zur zweckmäßigeren Gestaltung des eigenen Trainings gegeben werden.“ Hier geht's weiter ...
Entwicklung ist kein Ereignis – es ist ein Prozess
Im Interview: Jimmy „Simba“ Beauttah – Cheftrainer im IAAF-Camp Eldoret / Kenia „Ich habe 1982 in einem Trainerkurs der Deutschen viel gelernt, mit Walter Abmaier fing alles an“ - Von Christophe Chayriguet
Herr Beauttah – Trainer in Kenia – wie kam´s?
Mein Name ist Jimmy „Simba“ Beauttah, ich bin verheiratet und habe 2 Mädels und 2 Jungs. Ich habe eine Zeit lang in der Marine gedient bevor ich ausgetreten bin und mich zu 100% auf Leichtathletik konzentriert habe. Noch bei der Marine hatte ich die Möglichkeit an einem Trainerkurs teilzuneh-men der von der deutschen und kenianischen Regierung organisiert wurde. Das war zu dem Zeitpunkt als Walter Abmaier in Kenia National Trainer war. Seit dem ich die Marine 1995 verlassen habe arbeite ich vollberuflich als Leichathletik -Trainer.
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Die Ausdauerleistungsfähigkeit muß näher an die Wettkampfgeschwindigkeit
Zur Rolle von V02max – Sauerstoffschuld und Laktatverträglichkeit
(von Lothar Pöhlitz) „Die maximale Sauerstoffaufnahme (V02max) repräsentiert die Leistungsfähigkeit der sauerstoffaufnehmenden, sauerstofftransportierenden und sauerstoffverwertenden Teilsysteme im Organismus. Sie ist eine individuell begrenzte Größe und gilt international als zuverlässiges Maß für die maximale aerobe Leitungsfähigkeit (aerobic capacity)“ (Neumann u.a. 2001) Sie ist zusammen mit einer guten Laufökonomie der Schlüssel zur erforderlichen Annäherung der Ausdauerleistungsfähigkeit möglichst nah an die Wettkampfgeschwindigkeit. Damit soll unterstrichen werden dass der V02max neben der aeroben Schwelle eine außer-ordentliche Bedeutung im Rahmen der Entwicklung der Ausdauerleistungsfähigkeit als Basis für alle Wettkampfleistungen im Mittel- und Langstreckenlauf zukommt. Insofern sind die Atmung, das Herz mit seinem Schlagvolumen, der Muskelstoffwechsel und vor allem der Sauerstoff-transport für die Arbeit der inneren Organe als leistungslimitierende Faktoren beim Aufbau einer immer höheren Widerstandsfähigkeit gegen Ermüdung beim schnellen Laufen anzusehen. Hier geht's weiter ...
Der Kindersport muss zur Chefsache werden – jetzt*
Wer Talente nicht sucht und ausbildet, wird immer zweiter Sieger sein
(Von Lothar Pöhlitz – Dipl.-Sportlehrer, Sportwissenschaftler) - Die aktuellen DLV-Elite-Teams und ihre Leistungsausgangspositionen spiegeln auch für den bei CONDITION vor allem interessierenden Laufbereich die Leistungsfähigkeit unserer Jugend im Weltmaßstab und die Talentarbeit der Leichtathletik-Landesverbände im letzten Jahrzehnt wider und erinnern daran, dass die „Talentsuche – Talentausbildung“ und eine Konzentration von Spitzenkräften ganz oben auf die Agenda müssen, wenn sich Deutschlands Fans auch im Laufen bei zukünftigen EM, WM oder OS wieder über Sondermeldungen vom Podium freuen sollen. Leider handelt es sich nicht nur um eine Problem der Sportverbände sondern um ein gesamtgesellschaftliches Problem. Hier geht's weiter ...
Mit der Herzfrequenz das Ausdauertraining individuell steuern
Die aerobe Kapazität zu entwickeln erfordert auch die V02max zu verbessern
(von Lothar Pöhlitz) - Wer sein Training mit der Herzfrequenz (HF) steuern will muß „sein Herz“ gut kennen. Herzgröße und Herzleistungsfähigkeit werden in einem mehrjährigen Prozeß, parallel zur kind- / bzw. jugendlichen Entwicklung durch Training aufgebaut. Die vom Läufer gebrauchte Herzleistung (Blutmenge die in einer Minute an die Orte des Bedarfs gepumpt wird) ist das Produkt aus Herzfrequenz und Schlagvolumen, der Blutmenge die mit jedem Herzschlag in den Körper gepumpt wird. Natürlich vor allem in die Arbeits-muskulatur und die den Körper schützende, aber auch kühlende Haut und am besten nach dem Prinzip für „harte Arbeit“ viel Blut mit möglichst viel Sauerstoff beladen. Hier geht's weiter ...
Ich war zum aeroben Ausdauerstufentest – und nun ?
Praxiserfahrungen aus der Umsetzung leistungsdiagnostischer Ergebnisse
(Von Lothar Pöhlitz) - Als mich kürzlich ein „Papa-Coach“ um ein paar Ratschläge bat, weil es mit seinem jungen Talent im letzten Jahr nicht so richtig voranging, offenbarte er mir auch, dass sie schon mehrere Male zur Leistungsdiagnostik waren, aber immer wieder Schwierigkeiten mit der Umsetzung der umfangreichen Ergebnisse, der vielen gelieferten Zahlen und der Grafiken in die Trainingspraxis hatten. Es gipfelte schließlich alles darin, dass die empfohlenen Geschwindigkeiten aus der Laktatschwelle – als zu schnell - in der Praxis nicht realisierbar waren. Da es auch keine Empfehlungen zur Zuordnung zu Streckenlängen gab kehrten sie relativ schnell nach dem Test wieder zum „Gefühl“ zurück. Auch dass die Herzfrequenzen des jungen Läufers nahe 200 Schl./min. im Bereich der Schwelle nicht zu trainings-methodischen Empfehlungen führten, war verwunderlich. Warum sie trotzdem wieder hinfahren sollen und die Hilfen der sportmedizinisch-sportwissenschaftlichen Begleitung in Anspruch nehmen sollten, soll nachfolgend erläutert werden. Aber bitte, fragen Sie demnächst gleich vor Ort nach wenn Ihnen die Erläuterungen nicht ausreichen. Hier geht's weiter ...
Die TRAININGSLEHRE gilt auch für das Nachwuchstraining von Talenten
(Von Lothar Pöhlitz) - Wenn man Trainingslehre als zusammenfassende Erfahrungen und Erkenntnisse der Trainingspraxis, Sportmedizin, Sportwissenschaft, Sportpsychologie und Bewegungslehre mit dem Ziel immer besserer Wettkampfergebnisse verbindet, sollten Trainer von Talenten im Leistungssport die moderne Trainingslehre im umfassenden Sinne anwendungsbereit beherrschen. Wir wollen anregen die eine oder andere kleine Schwachstelle zu entdecken, aufzuarbeiten, um auch in Zukunft bei der Trainingsarbeit mit ihren jungen Talenten immer ein reines Gewissen zu haben. Hier geht's weiter ...
Junge Athleten sollten sich „fettschlau“ nicht „fettarm“ ernähren
Ernährungstipps für junge Nachwuchsläufer
(Von Friederike Feil & Dr. Wolfgang Feil) - Besonders in der Pubertät machen viele junge Athleten den Fehler sich fettarm zu ernähren, mit dem Gedanken dass Fettsäuren fett machen. Dies ist jedoch ein absoluter Irrtum. Besonders im Jugendbereich sind Fette unerlässlich. Man braucht sie für die Hormonbildung, einen guten Stoffwechsel und auch zum Schutz für die Organe. Eine gute Fettversorgung unterstützt auch eine schnellere und verbesserte Regeneration. Bei den Fetten ist jedoch die Qualität entscheidend: es gibt Fette, die müssten verringert werden, da sie Entzündungsreaktionen im Körper auslösen, es gibt aber auch Fette, die Entzündungen senken. Niedere Entzündungen bedeuten eine bessere Trainierbarkeit. Hier geht's weiter ...
KENYAN´S STANDARDS – „TRAIN HARD – WIN EASY”
Zusammenfassung aufbereitet von Lothar Pöhlitz
Regensburg, 03.Januar 2012 (© Lothar Pöhlitz) - „Nur wenn Du daran glaubst und es auch willst kannst Du es schaffen, das harte Training, die vielen Stunden und die „hills“ (Colm O´Connel). Zum neuen Jahr lohnt sich der Blick auf das Training der kanianischen Läufer. Lothar Pöhlitz, ehemaliger Bundestrainer Lauf, hat die typischen Trainingsinhalte zusammenfassend dargestellt. Hier geht's weiter ...
Ausdauer ist nicht gleich Ausdauer
Die Monate vor Weihnachten sind der Grundlagenausdauerschulung geschuldet
Regensburg, 25.Dezember 2011 (© Kurt Ring) - „Vogel fliegt, Fisch schwimmt, Mensch läuft“, war die einfache, aber zutreffende Weisheit der tschechischen „Lokomotive“ Emil Zatopek, seinerseits dreifacher Olympiasieger 1952 über 5000m, 10.000m und im Marathon bei den Olympischen Spielen 1952. Die Trainingsmethodik im Bereich Lauf steckte zu jenen Zeiten noch ein wenig in den Kinderschuhen, was nicht heißen soll, dass gewisse Zatopek-Inhalte auch in der heutigen Zeit keinen hohen Wirkungsgrad mehr hätten. Er war ein Vertreter der Intervallmethodik nach Gerschler. Begriffe wie „steady state“ oder „Laktat“ waren ihm noch fremd. In Deutschland entwickelte zu Zeiten eines Harald Norpoth Mitte der 60er-Jahre Dr. van Aaken die Ausdauermethode, die sich auf den verschiedensten Formen von Dauerläufen basierte. Inzwischen hat sich eine hochkomplexe Mischmethode, zuerst vom Neuseeländer Arthur Lydiard bekannt gemacht, entwickelt. Hier geht's weiter ...
Verbesserung der Laufökonomie von Mittel- und Langstrecklern
Vertikale und horizontale Sprungformen (800 m – 5000 m)
Regensburg, 21. Dezember (© Lothar Pöhlitz<) - Ein Schwerpunkt von Jimmy Beauttah´s „Wintertraining“ zielt auf die Verbesserung der biomechanischen Vorraussetzungen für die kommenden Aufgaben. Solche Trainingseinheiten bestehen entweder aus intensiver Koordination mit verschiedensten Sprungformen, Seil- bzw. Hürden-Sprüngen, Übungen gegen den Widerstand von Gummiseilen, „Reifenläufen“ etc... kombiniert mit umfangsorientierten Läufen im Bereich der Schwelle. In diesem Beitrag stellen wir schwerpunktmäßig Sprungübungen vor, die Voraussetzungen für einen verbesserten aktiven Abdruck aus dem Fußgelenk, einen verbesserten Kniehub und eine optimale Laufökonomie schaffen sollen. Hier geht's weiter ...
Schülertraining für Lauf – Talente
Schülertraining ist Lerntraining und Talenterkennungstraining zugleich Mehr Kraft und Ausdauer in einem komplexen Schülertraining von Läufern
Regensburg, 1. Dezember (© Lothar Pöhlitz) - Talente zeigen sich im Training und durch bessere Umsetzung ihrer Leistungsvoraussetzungen in Wettkampfleistungen Sie sind nicht nur für ein sportliches Training geeignet sondern auch dazu bereit. Ohne Leidenschaft geht nix ! Durch die Ganzheitsmethode werden alle Systeme des Körpers entwickelt, die Stärken und das Talent früh erkannt und ausgebildet. Wenn Trainer früher nach den „Schnellen“ suchen wird ihre Arbeit leichter Im Schülertraining von Lauftalenten ist eine schrittweise Erhöhung der Trainingshäufigkeit auf 5 - 6 TE/Woche erste Voraussetzung zur Erfüllung der Ausbildungsaufgaben . Hier geht's weiter ...
Skitrainingslager
2 Wochen Ski-Langlauf unterstützt die Ausdauerentwicklung - Ein Trainingslager im Schnee passt zwischen den Jahren
Regensburg, 24. November (© Lothar Pöhlitz) - Die ersten 3 anspruchsvollen Monate Training liegen im Dezember hinter vielen Leistungssportlern, aber das Wintertraining ist noch nicht zu Ende. Da kann eine Abwechselung nicht schaden. Der Schnee und die Loipen locken! Alternativ im Schnee, ein Wintertrainingslager könnte zu einem ersten Höhepunkt im Wintertraining von Läufern werden, einmal 2 Wochen kein (?) Dauerlauf oder Intervalltraining? Langlauftraining auf Ski! Hoffentlich gehörte zum Jugend-Aufbautraining auch die Erlernung der Skilanglauf- oder Skirollertechnik damit das auch klappt mit der gewünschten Belastung. Eine wichtige Erfahrung ist, das man 2 – 3 x in der Woche einen flotten Dauerlauf einfügen sollte, damit die Muskeln und der Stoffwechsel nicht verlernen wie schnell laufen geht. Überall finden sich geräumte Laufstrecken. Dem kann man ja den „Regenerations-Ausflug“ – im Schnee – vielleicht zur nächsten Baude etwas weiter weg, immer noch anfügen. Hier geht's weiter ...
Das Bundesleistungszentrum Kienbaum 2011
20 Jahre nach der Einheit – modern, funktionell, leistungssportgerecht
Regensburg, 24. November (© Lothar Pöhlitz) - Kürzlich hatte ich wieder einmal Gelegenheit eine Woche im Bundes-leistungszentrum Kienbaum zu verbringen. Leider habe ich nicht buch-geführt wie oft ich seit dem ersten Mal im Jahre 1959 zu unterschiedlichen Anlässen, sie wissen es ja, bis 1979 für den DVfL der DDR, nach 1990 für den Deutschen Leichtathletikverband (DLV) da war. Ich habe mich dort immer wohlgefühlt, vor allem weil, auch schon unter den damals gegeben Möglichkeiten in der DDR, die Bedingungen für das Hochleistungstraining, zwar etwas politischer, aber immer optimal waren. Heute ist Kienbaum „schöner denn je“, groß, abgeschieden, ruhig und ungestört für ein - zwei Gipfelwochen oder mehr nur zum „essen, schlafen und trainieren“ in der schönen märkischen Landschaft, direkt am Liebenberger See. Hier geht's weiter ...
Gedanken zum modernen Marathon Training
Regensburg, 05. November 2011 (Von Renato Canova, Übersetzt von Christophe Chayriguet) - Vor 25-30 Jahren gab es über 1500 m viele Europäer die unter 3:32 laufen konnten (Wessinghage, Hudak, Dezele, Abscal, Gonzalez), andere unter 3:30 (Auita, Cram, Coe, Maree). Engländer die 3:33 laufen konnten (Robson, Moorkroft, Rowland) mussten ihr Glück damals schon auf anderen Strecken finden. 2008 war das erste Mal in 30 Jahren, dass niemand mehr unter 3:31 gelaufen ist! Im Vergleich dazu verbesserten sich die Durchschnittsleistungen über 5000 / 10000 m und auch im Halbmarathon und Marathon hat sich alles verändert! Hier geht's weiter ...
Braucht ein Sportler wirklich sooooo viele Kohlenhydrate?
Regensburg, 31. Oktober 2011 (Friederike Feil, Dr. Wolfgang Feil) - Jahrelang galt der Glaube, dass Mittel- und Langstreckler eine sehr kohlenhydratreiche Ernährung brauchen. Grund dafür ist, dass sie bei anaeroben Belastungen nur Kohlenhydrate benutzen weil Kohlenhydrate die Energiequelle ist, welche am schnellsten zur Verfügung steht. Mit dieser Begründung wurde zu schnell schlussgefolgert, dass eine Sportlerernährung vor allem kohlenhydrat-reich sein muss. Nachteil 1: Kohlenhydrate hoch = Eiweiß niedrig. Bei dieser kohlenhydratreichen Strategie kommt aber dann meistens das Eiweiß zu kurz. Knochen, Muskulatur, Sehnen, Bänder, alle körperlichen Strukturen benötigen jedoch Eiweiß um optimal aufgebaut zu werden und zu arbeiten. Nimmt man zu wenig Eiweiß zu sich, kann es schnell zu Verletzungen, sowie zu Knochen- und Muskelabbau kommen. Hier geht's weiter ...
Die 'Neuen' müssen zuerst zu höhenleistungsfähigen Läufern aufgebaut werden
Regensburg, 24. Oktober 2011 (© Lothar Pöhlitz) - Im Höhentraining verringert sich die Sauerstoffmenge die zur Laufmuskulatur transportiert wird durch einen verminderten Sauerstoffpartialdruck und damit auch die Sauerstoff-Hämoglobin-Bindung. Je höher das Trainingszentrum liegt umso größer wird das Problem, weil damit ja auch die individuell aerobe Kapazität verringert wird. Dagegen wird im Höhentraining angekämpft. Ein Vorteil ist allerdings, dass die geringere Luftdichte ein kürzeres schnelleres Laufen ermöglicht. Besonders in der 2. und 3. Woche eines Höhentrainings sollten sie sich im Trainingsumfang, in den DL-Streckenlängen an ihrem normalen Trainingsprogrammen von zu Hause orientieren oder sie sogar übertreffen und in der Geschwindigkeit auch nicht auf TE verzichten, die sich innerhalb ihres Aufenthaltszeitraumes von 80 -> zu 90 % ihrer HFmax hin entwickeln. Hier geht's weiter ...
Entwicklung eines Lauftalents bis zur internationalen Anschlussklasse
Regensburg, 15. Oktober 2011 (Kurt Ring) - Gefragt, wie man es gemacht hat, wird man immer dann, wenn sich außergewöhnlicher Erfolg einstellt. Doch was ist außergewöhnlich. Dies kommt doch stark auf die jeweilige Sichtweise an. Derselben Problematik ist der vielgeschundene Begriff Talent unterworfen. Was für den einen ein außergewöhnliches Talent ist, kann für den anderen sehr leicht auch leichtathletischer Durchschnitt sein. Letztendlich gibt die Zielsetzung den entscheidenden Ausschlag. Nach über 50 deutschen Meistertiteln will man am Ende einer Trainerlaufbahn nicht mehr den Spatz in der Hand, sondern die Taube auf dem Dach, vorausgesetzt, dass da überhaupt eine sitzt. Um dies herauszubekommen ist ein vielseitiger Trainingsansatz von Nöten. Wie weit der Weg letztendlich führen wird, entscheiden die Anlagen des/der Athleten/In in ihrer komplexen Gesamtheit. Mit meiner derzeit besten, Corinna Harrer habe ich den beschwerlichen Weg in die internationale Klasse frühzeitig gewagt, weil sie mir deutliche Zeichen übermittelte „ja, ich will und bin zum Arbeiten bereit“. Hier geht's weiter ...
Renato Canova: Das Training vor der Weltmeisterschaft
Regensburg, 03. Oktober 2011 (letsrun.com - übersetzt von Sebastian Reinwand auf la-coaching-academy.de) - Als einziger Trainer von internationalen Top Langstreckenläufer/innen ist Renato Canova immer wieder bereit im Forum der unter Insidern längst bekannten Laufseite letsrun.com Rede und Antwort zu Trainingsmethodischen Fragen zu stehen. Seine Offenheit geht sogar soweit, dass er z.T. ganze Trainingszyklen seiner meist afrikanischen Schützlinge veröffentlicht. Erst kürzlich hat er dort im Anschluss an die Weltmeisterschaften in Daegu das Training der Medaillengewinner/innen aus seinem Rennstall veröffentlicht, was wir für sie ins Deutsche übersetzt haben. Hier geht's weiter ...
Lauf - Talente für Deutschland
25.September 2011 (© Lothar Pöhlitz) - Nicht nur die Lauf - Freunde sind am Ende des Jahres ein wenig ratlos, sondern sicher auch den Verantwortlichen in den Ländern wird es nicht so ganz egal sein wenn sie in der Ausgabe 3 / 2011 des Sporthilfe-Magazins in einem Rückblick auf die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2011 in Daegu u.a. lesen müssen: "Neben dem Glanz der Werfer, weiteren sehr achtbaren Ergebnissen... waren die Schatten über den Läufern aus Deutschland in Daegu nicht zu übersehen. Einst gab es kaum eine Laufstrecke, auf der nicht auch deutsche Läufer an der Spitze mitmischten. Nun wird aber schon das Erreichen eines WM-Semifinales als Erfolg bewertet." Hier geht's weiter ...
Den Motor "frisieren" und das Chassis verstärken
12.September 2011 (© Lothar Pöhlitz) - Auch im Jugend-Aufbautraining von Talenten muss der Motor systematisch "frisiert" und das Chassis auf die zukünftigen Anforderungen des Hochleistungstrainings vorbereitet werden. Kraft und Geschwindigkeit sind die Schlüssel für den Leistungsfortschritt auch schon in jüngeren Jahren.Das Herz-Kreislaufsystem versorgt die Zellen mit Nährstoffen und die Muskeln mit steigender Belastung mit immer mehr Sauerstoff. Das dabei die Herzleistung einen wesentlich begrenzenden Faktor darstellt, scheint in der jüngsten Vergangenheit etwas in den Hintergrund getreten zu sein. Hier geht's weiter ...
Wer den Herbst verschläft kann im Frühjahr nicht hart genug trainieren
1. September 2011 (© Lothar Pöhlitz) - Läufern ist nach der gerade beendeten Sommerwettkampfperiode ein Blick über den Zaun zu anderen erfolgreichen Ausdauersportarten zu empfehlen, sich dann vielleicht schnell noch die Augen zu reiben, um schließlich zu entscheiden, die VP I besser nicht mehr so zu wiederholen wie in den letzten Jahren. Es waren wieder nicht die zu hohen DLV-Normen für die Höhepunkte des Jahres, sondern Versäumnisse im Training, die, trotz nicht zu übersehender Fortschritte, bei vielen 2011 größere Sprünge verhinderten. Blicke hinter die Kulissen vermitteln das Gefühl das die Worte hoher Trainingsumfang und Geschwindigkeit in den leichtathletischen Ausdauerdisziplinen immer noch „Schimpfworte“ sind. Auch wenn die meisten wissen, dass ein bisschen Hochleistungssport genauso wenig zum Erfolg führt wie ein bisschen schwanger, viele übersehen, dass der Läufer im Winter gemacht wird. Hier geht's weiter ...
Elite Middle- & Long Distance Running Neustart
18. August 2011 (© Lothar Pöhlitz) - Unter diesem Motto soll diese renovierte spezielle Internetplattform nicht nur deutschen, sondern auch Mittelstrecklern, Langstrecklern, Hindernis- und Marathonläufern aus den angrenzenden deutschsprachigen Ländern und natürlich auch Läuferinnen und ihren Trainern Hilfen und Anregungen auf dem Weg zur persönlichen Best- bzw. Höchstleistung geben. Wenn Elite die Zielgruppe ist geht es vor allem um Talente, Läufer und ihre Trainer die an die internationalen Spitze wollen. Das sind Schüler- und Jugendliche, die die entsprechenden Talentvoraussetzungen, aber auch die Bereitschaft für einen solchen Weg mitbringen, aber auch fortgeschrittene, ambitionierte Erwachsene, bei denen es nicht mehr so richtig vorwärts geht und die schon länger über Veränderungen nachdenken müssten und sie nun endlich in Angriff nehmen wollen. Hier erhalten sie auch zukünftig Unterstützung, Informationen, Wissen und praktische Erfahrungen, Anregungen, Tipps und vielleicht die notwendige Motivation für mehr. Dabei hoffen wir auch durch Praxisbeiträge, Erfahrungen von Trainern aus dem Leistungs- und Nachwuchsbereich zu den vielfältigen Problemen der Leistungsvorbereitung, die wir gern veröffentlichen, den Weg deutscher und europäischer Läufer zur internationalen Konkurrenzfähigkeit zu beschleunigen. Hier geht's weiter ...
Christine Gess – Deutschland hat wieder ein 800m - Talent
Eine Wettkampfanalyse von den World Youth Championships 2011Bei der U18 – WM brauchten 17 - jährige Mädchen fürs 800 m – Finale 2:06.56 und für den Sieg 2:02,64!
Christine Gess im Finale Achte : nach 2:09,18 + 2:05,62 + 2:05,66 in 4 Tagen
27. Juli 2011 (© Lothar Pöhlitz) - Diese U-18-WM (Jhg. 1994 und jünger) war für unsere zukünftigen Asse bestimmt eine tolle Erfahrung. Am Beispiel der 800 m der Mädchen sollen einmal Beobachtungen weitergegeben werden, worauf sich unsere Jugendlichen und ihre Trainer demnächst einstellen müssen, wenn sie bei einem solchen Event erfolgreich sein wollen. In 4 Tagen 3 Rennen für den 17 jährigen Nachwuchs und im Finale auch noch schnell, die erste Runde unter 60 Sekunden (59,62), für eine Medaille brauchte man am Ende 2:03,43, da hat sich Deutschlands junges Talent Christine Gess aber prächtig aus der Affäre gezogen. Nach 2:09,18 im VL, 2:05,62 im Semifinale, noch einmal 2:05,66 im Finale, auch wenn es nur zum 8. Platz reichte, da kann man sich mit ihr freuen. Hier geht's weiter ...
Lothar Pöhlitz stellte bei der Regensburg-Gala sein neues Fachbuch vor
Beiträge zum Leistungs- und Hochleistungstraining im Laufen und Gehen
Regensburg/Kürten, 17. Juni 2011 - Lothar Pöhlitz, langjähriger Bundestrainer Lauf beim DLV (1980 – 1998) und auch heute noch Trainerberater zahlreicher Mittel- und Langstreckler, präsentierte und signierte bei der Regensburg-Gala 2011 sein Fachbuch für Lauf / Gehen, für das sich viele Trainier aus dem In- und Ausland sehr interessierten. In "Beiträge zum Leistungs- und Hochleistungstraining im Laufen & Gehen" finden sich auf 386 DIN A 4-Seiten mit vielen Tabellen, Abbildungen und Fotos Beiträge des Autors aus seiner inzwischen mehr als 50-jährigen Arbeit im Leistungssport. Die Neuerscheinung ist für ambitionierte Läufer, Geher und Trainer im Mittel- und Langstreckenlauf, aber auch Sportstudenten eine Fundgrube zur Unterstützung der Ausbildung. Die Auslieferung der bestellten Exemplare ist im vollen Gange. Hier geht's weiter ...
Renato Canova Trainingsphilosophie
Übersetzt aus dem englischsprachigen Forum letsrun.comRegensburg, 31. Oktober 2010 (letsrun.com/ übersetzt von Sebastian Reinwand) – Die Namen DorcusIzikuru (Hindernisweltmeisterin 2005) und Nicholas Kemboi (10.000m 26:30min) sagen sicher schon einigen Leichtathletikinsidern etwas, aber spätestens den Hindernisweltrekordler SaifSaaeedShaheen kennt dann Jeder Leichtathletikinteressierte. Das alles sind große Namen, hinter denen ein vielen Leuten unbekannter, aber weniger großer Renato Canova steht.
Dabei war Canova bereits in den 80er und 90er Jahren zusammen mit Lucio Gigliotti als Nationaltrainer seines Heimatlandes Italien äußerst erfolgreich. Ornella Ferra, GelindoBordin, Alberto Cova, Salvatore Antibo und Stefano Baldini sind nur einige Athleten, die zahlreiche Medaillen bei Europa- und Weltmeisterschaften oder Olympia während der Ära Gigliotti-Canova eroberten.
Kurz vor der Jahrtausendwende zog es Renato Canova dann nach Kenia, hauptsächlich weil ihm in Italien aufgrund von gestrichenen Förderprgrammen der Nachwuchs ausging. In der Afrikanischen Läuferhochburg konnte er schließlich wieder aus dem Vollen schöpfen, dort begann er auch immer mehr wissenschaftliche Studien anzustrengen und sein wissenschaftlich begründetes Trainingsystem zu entwickeln, weshalb er in Kenia unter dem Pseudonym „technicaltrainer“ bekannt ist.
Im Folgenden haben wir Canova`s Philosophie, zu der er im englischsprachigen Forum letsrun.com umfangreich gepostet hat, weitgehend dem original Wortlaut treu ins Deutsche übersetzt. Hier geht's weiter ...
10.000 m in Deutschland: Die vergessene Strecke
Die längste olympische Bahndistanz ist hierzulande nur eine Randerscheinung
Regensburg, 22. März 2010 (Kurt Ring) – Lang ist es her, als die Herren Schildhauer, Kunze, Uhlemann, Fleschen, Zimmermann und Herle über die 10.000 m in der erweiterten Weltspitze mitliefen, in Europa bisweilen sogar dominierten. Im selben Maße wie die Afrikaner eine um die andere schier unüberwindliche Zeitbarriere auf den 25 Bahnrunden pulverisierten, verschlechterten sich Deutschlands Langstreckler auf dieser Distanz. Die 27er Zeiten von Franke und Baumann sind auch schon Geschichte, Carsten Eich, Andre Pollmächer und Jan Fitschen weckten neue Hoffnungen, mehr nicht. Übrig geblieben ist der Eropameistertitel von Jan Fitschen 2006. Wenn es nun im Sommer erneut um den kontinentalen Titel im spanischen Barcelona geht, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass unter Umständen Deutschland erneut keine Rolle spielen wird. Hier geht's weiter ...
Langstreckenlauf in den Endsechzigern des letzten Jahrhunderts
Ein kleiner Rückblick am Beispiel des damaligen deutschen Spitzenläufers Hans GerlachRegensburg, 14. März 2010 (Kurt Ring) – Derzeit wird viel diskutiert in deutschen Läuferkreisen über Qualität und Quantität, über Leistungen und das internationale „standing“ der deutschen Läufer. Damals, vor beinahe 45 Jahren, war alles noch viel anders. Da strömten 45.000 Zuschauer ins Augsburger Rosenaustadion, teilweise nur, um Langstreckenheroe Ludwig Müller beim Kampf gegen die Russen zu unterstützen. Man kannte keine Laktatmessung, die großen Vorbilder hießen Jim Ryun, Emil Zatopek, Peter Snell, Ron Clarke oder Harald Norpoth. Das neuseeländische Trainingsmodell von Arthur Lydiard hatte gerade Hochkonjunktur und sein wöchentlicher „longjog" über 35 Kilometer – auch für Mittelstreckler – war zu einem Laufbegriff geworden. Hier geht's weiter ...
International erfolgreich laufen heißt professionell trainieren
Ein immerwährendes Klagen über das Sorgenkind „deutscher Lauf“ hilft nicht weiterRegensburg, 8. März 2010 (Kurt Ring) – Die Deutschen Crosslaufmeisterschaften 2010 sind Geschichte, die immerwährenden Klagen über die einstmals so erfolgreiche Sparte der deutschen Leichtathletik aber keineswegs. Während man sich im Bereich Sprint inzwischen wieder beruhigt zurücklehnt, im Mehrkampf und in der Sprungabteilung ein deutlicher Aufwärtstrend unverkennbar ist und der Bereich der Werfer und Stoßer vor Selbstbewusstsein nur so strotzt, scheint der deutsche Lauf in den unendlichen Weiten der internationalen Leichtathletik bis auf einige wenige Sternschnuppen total zu verglühen. Die Ansätze zur Abwendung der Misere waren auch wieder am Rande des Stockacher Parcours zu hören - vielfältig, durchaus konstruktiv und allemal besser als jener Zustand des Nichtstuns in Sachen Neustrukturierung. Die Dinge beim Schopf zu packen, ist aber gar nicht so einfach angesichts des Problems, wo man denn zuerst anfangen sollte. Hier geht's weiter ...
Beste Gesundheit und baldige Genesung, liebe Antje

wünscht Dir die Leichtathletik-Coaching-Academy
Lothar Pöhlitz geht bei der „Coaching - Academy“ nach mehr als 3 Jahren ehrenamtlicher Arbeit für den Bereich Lauf / Gehen in den Ruhestand
Fast 60.000 User aus 59 Staaten besuchten 2009 die Webseite
26. Januar 2010 - Seit dem 15. September 2006 präsentierte sich die Leichtathletik - Coaching - Academy (www.la-coaching-academy.de) unter dem Motte „Es gibt keine Denkverbote“ im Internet. Anliegen dieser speziellen einzigartigen Internetplattform in der Leichtathletik - schwerpunktmäßig für den Bereich Lauf / Gehen – war in erster Linie, den Trainern und ihren Athleten auf dem Weg zur persönlichen Höchstleistung, auf dem Weg vor allem zur internationalen Spitze Hilfe und Unterstützung, Informationen, Wissen und Praxis - Erfahrungen, Anregungen, Tipps und Motivation und ein Diskussionsforum zu den vielfältigen Problemen der Leistungsvorbereitung zu geben, auch weil es sie so in den „Fachzeitschriften“ nicht gab. Hier geht's weiter ...
Praxis der Lauftechnikoptimierung
Vorfuß- und Mittelfußlaufen Mittel der Wahl für Spitzenläufer
19. Januar 2010 (© Lothar Pöhlitz) - Obwohl sich die meisten Läufer bewusst sind, dass eine optimale Lauftechnik Energie spart, die Laufökonomie und das schnellere Vorwärts wesentlich unterstützt, kann man bei Mittel- und Langstreckenrennen vor allem im Jugendbereich öfter als wünschenswert größere Mängel in der Bewegungsstruktur des Doppelschritts feststellen. Wilde Bewegungen mit den Armen, Füße die nach außen aufsetzen, Oberkörperrücklagen in Endphasen, unruhige Oberkörperbewegungen bei denen sich der Körperschwerpunkt auf und ab bewegt, unökonomische Beckenpositionen, Mittelstreckler, die auf dem ganzen Fuß aufsetzen und durch einen zu geringen Kniehub eine den Körperproportionen nicht entsprechende optimale Schrittlänge erzielen. Es läuft nicht rund, es rollt nicht. Und sollte die Rennsituation noch einen Schrittfrequenzwechsel erfordern, wird oft der Abstand zum vorn Weglaufenden schneller größer als erwartet. Hier geht's weiter ...
Zur Erhöhung der Wirksamkeit des Lauftrainings im JABT
Akzentuiert, komplex und anlagebedingt auf die Stärken orientieren
15. Januar 2010 (© Lothar Pöhlitz) - Trainingsmethodische Reserven in Hinblick auf die Erhöhung der Wirksamkeit des Trainings von jungen Mittel- und Langstrecklern im Aufbautraining können erschlossen werden, wenn bei Berücksichtigung der biologischen Reifung und einer frühzeitigen Differenzierung des Trainings zwischen anlagebedingten Ausdauer- oder Schnelligkeitstypen, neben den Ganzkörper - Athletik- und Kraftvoraussetzungen, eine komplexe Entwicklung der Energiebereitstellungssysteme in den Mittelpunkt gestellt werden. Hier geht's weiter ...
Kraftausdauergewinn durch Lauf – Sprung – Cirkel im Stadion
Im Nachwuchstraining geht Ausführungsqualität vor Intensität
12. Januar 2010 (© Lothar Pöhlitz) - Es gibt viele Möglichkeiten sowohl Abwechselung ins Training zu bringen als auch die Anforderungen zielgerichtet und systematisch zu erhöhen. Eine recht spezifische Form für Nachwuchs-Läufer sind Lauf – Sprung - Cirkel auf der Bahn, die mit steigender Leistungsfähigkeit und bei guter Beherrschung der Bewegungstechnik der einzelnen Übungen auch ins Gelände verlegt oder im Spitzenbereich als Bergantraining durchgeführt werden können. Lauf – Sprung – Cirkel sind speziell auf die Belastbarkeit des Läufers ausgerichtete Übungsformen und bereiten das Sprung-Schnellkrafttraining vor. Außerdem sind sie Grundlage zur systematischen Belastungssteigerung im Jahresverlauf. Dabei ist vor allem darauf zu achten, dass Umfang und Intensität in den Trainingseinheiten der jeweiligen Ausbildungsperiode und dem Ausbildungsstand der Läufer im Jahr auch gerecht werden und immer unter dem Gesichtspunkt eines Voraussetzungstrainings für die folgenden Mesozyklen gestaltet werden müssen. Dem Einfallsreichtum in der Zusammenstellung der Cirkel sind keine Grenzen gesetzt. Hier geht's weiter ...
Übertraining – Belastung und Erholung waren nicht im Gleichgewicht
Ruheherzfrequenz ein wichtiger Indikator
08. Januar 2010 (© Lothar Pöhlitz) - Es ist im Leistungs- und Hochleistungstraining nicht ungewöhnlich, dass Sportler an die Grenzen ihrer Belastbarkeit stoßen. Dies ist für optimale Anpassungen, für den Leistungsfortschritt auch erforderlich, vorausgesetzt die komplexen Maßnahmen der Regeneration sichern, dass Training und Erholung im Gleichgewicht bleiben. Neben ausreichenden Wissen um die Trainingsmethodik und individuellen Erfahrungen in der Belastungsgestaltung können einfache Stresssignale und ein ungutes Körpergefühl frühzeitig vor dem Abstieg in ein auch mehrwöchig anhaltendes Übertraining warnen. Erste Symptome treten auf, wenn ein Missverhältnis zwischen der aktuellen Belastung und der Belastbarkeit besteht und dazu noch das Immunsystem nicht auf der Höhe seiner Aufgaben ist. Dabei ist eine belastungsbedingte tiefe Ermüdung z.B. nach Gipfelwochen nicht immer gleich ein Übertraining. Hier geht's weiter ...
Trainingspraxis: Langstrecke – Anschlusstraining - VP II
Eine beispielhafte 10 - Wochenplanung
04. Januar 2010 (© Lothar Pöhlitz) - Nachfolgend wird beispielhaft für junge leistungsorientierte Langstreckler/Innen im Anschlusstraining eine komplexe Belastungsplanung für 10 Wochen in der VP II angeboten, mit der innerhalb eines Mikrozyklus 5 unterschiedliche Aufgaben zur Langstreckenentwicklung gelöst werden sollen. Es wird davon ausgegangen, dass neben den jeweils 5 aufgeführten Schwerpunkt – Lauf - TE weitere 5 TE (die zu ergänzen sind) genutzt werden um in kombinierten aeroben Dauerlauf - TE mit Koordination, Beweglichkeitsprogrammen, Athletik- / Kraft- / Sprungkrafttraining zielgerichtet die Belastbarkeit systematisch zu erhöhen. Erfahrung ist, dass einem steigenden Anteil an Qualitätstraining ein erhöhter Umfang an „weichem aeroben“ Training „gegenzusetzen“ ist. Gleichzeitig muss bedacht werden, dass es für Langstreckler im Anschlusstraining darauf ankommt im Verhältnis zur VP I und dem vergleichbaren Zeitraum zum Vorjahr den Umfang um 20 - 30 % weiter zu erhöhen. Der Trainingsumfang ist für Langstreckler eine wichtige Basis und zugleich eine leistungsbestimmende Größe. Natürlich ist für ein solches Vorgehen Voraussetzung, dass in der 2.Etappe des Jugend-Aufbautrainings bereits leistungsorientiert – langstreckengerecht trainiert wurde. Hier geht's weiter ...
Dauerlauf – Tempowechsel – eine Form des aeroben Qualitätstrainings
Das aerobe Niveau muss näher an die Wettkampfgeschwindigkeit
31. Dezember 2009 (© Lothar Pöhlitz) - Das Niveau der Grundlagenausdauer (GA) wird als Voraussetzung für eine disziplinspezifische Ausdauerentwicklung geschwindigkeits- und umfangsorientiert aufgebaut. Für die unterschiedlichen Wettkampfstreckenlängen und den damit verbundenen Geschwindigkeitsanforderungen ist das anzustrebende Niveau der GA bekanntlich sehr zu differenzieren. Damit ist verbunden, dass zur Sicherung der Mehrfachfunktion der GA von Jahr zu Jahr sowohl die aerobe Basis (vL 3) und die maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit (VO2max) verbessert werden müsseen, als auch eine möglichst gute Vorbereitung auf anspruchsvolle wettkampfspezifische anaerobe Trainingseinheiten und die Wettkämpfe erfolgt. Eine positive GA-Entwicklung ist bekanntlich an einen steigenden Trainingsumfang und an zunehmende Trainingsstreckenlängen in den Jahren, den TE und in Schwerpunktabschnitten gebunden. Das Ziel besteht letztendlich darin den Abstand zwischen dem Niveau der GA und der Wettkampfzielgeschwindigkeit immer mehr zu verkürzen. Hier geht's weiter ...
Der DLV hat sich beim Verbandstag für ehrgeizige Ziele neu aufgestellt
Wenn DLV-Präsident Prokop den 4. Platz bei Olympia 2012 will müssen alle Disziplinen ihren Beitrag leisten. Ein Kommentar von Lothar Pöhlitz.
22. Dezember 2009 - An der Schwelle zum neuen Jahr ist es nun sicher mit etwas Abstand an der Zeit, zu den zum Teil euphorischen Berichten vom 45. DLV-Verbandstag im November in Berlin u.a. auch bei leichtathletik.de, einige sachliche Anmerkungen, einige Gedanken anzufügen. Vielleicht finden auch sie in den besinnlichen Tagen zwischen den Jahren einmal Ruhe darüber nachzudenken.
Von Ovationen, von der WM als Werbung für die Leichtathletik in mustergültiger Weise und der guten Partnerschaft rund um die Ausrichtung der WM, als eine gute Gelegenheit sich im Sport zu positionieren, von spürbarer Aufbruchstimmung in Berlin und dass die deutsche Leichtathletik geeint und nach vorn gebracht wurde, wurde berichtet. In der Tat, es war ein schönes Fest. Wir sind gut davongekommen. Hier geht's weiter ...
Anschlusstraining ist wie der Schritt vom Abitur zur Eliteuniversität
Nur Talente die es wirklich wollen können es schaffen - Teil 2
15. Dezember 2009 (© Lothar Pöhlitz) - Es ist davon auszugehen, dass beim Übergang zum Anschlusstraining die Grenzen der Trainierbarkeit und individuellen Leistungsfähigkeit in allen Fähigkeiten und Fertigkeiten noch nicht erreicht sind. Auf dem Weg nach oben besteht deshalb die erste, vorrangige Aufgabe in einer angemessenen Trainingsumfangserhöhung in möglichst allen Trainingsbereichen. Trotzdem bleibt die Forderung nach der Einheit von Quantität und Qualität aller Belastungsfaktoren als Voraussetzung für einen hohen Wirkungsgrad handlungsbestimmend. Der Übergang vom Nachwuchs- zum Spitzenbereich scheitert oft, weil die notwendige Basis, die Ausgangsleistungen zur Ausprägung von Spitzenleistungen vor allem durch zu wenig Training in der Jugend nicht ausreichend ausgebildet wurde (Tabelle Vgl. U 20 – Welt- und deutsche Rekorde). Hier geht's weiter ...
Anschlusstraining ist wie der Schritt vom Abitur zur Eliteuniversität
Warum deutsche U 20-Talente die Weltspitze nur selten erreichen - Teil 1
15. Dezember 2009 (© Lothar Pöhlitz) - Liebäugeln begabte Jugendliche damit eines Tages einmal eine Eliteuni zu besuchen ist ihnen schon sehr früh klar, dass neben sehr guten Noten im Abitur auch der Schritt aus dem Mama-Hotel in die Selbstständigkeit, an den Ort der gewünschten Lehrstätte, in ein Studentenwohnheim, ein Internat, sogar in einen Campus in den USA oder in ein Zimmer bei Familie xyz mit allen nun selbständig zu lösenden Aufgaben dazugehören. Einige machen sich auch Gedanken darüber, wo sie die Dozenten mit dem besten Ruf in ihrer angedachten Spezialisierungsrichtung treffen. Hier geht's weiter ...
Mentale Stärke – Selbstvertrauen – Leidenschaft
Unter Gleichstarken wird der Sieg im Kopf entschieden
09. Dezember 2009 (© Lothar Pöhlitz) - Die Afrikaner haben es uns im letzten Jahrzehnt vorgelebt wie man sich den Weg zu internationaler Anerkennung und Startplätze bei den großen Events erkämpfen kann. Ein Platz ganz vorn in den internationalen Bestenlisten ist der Zugangs-Schlüssel zu den Fleischtöpfen der Elite. Nur mit einer Spitzenzeit, einer persönlichen Bestleistung im Weltniveaubereich gräbt man sich nachhaltig ins Bewusstsein der Manager ein die immer mehr die Laufbesetzungen bei den großen Veranstaltungen beeinflussen. Weil nur die Teilnahme an solchen Rennen zurück zur internationalen Konkurrenzfähigkeit und damit vielleicht auch eines Tages wieder zu Medaillen bei den jährlichen Höhepunkten führt muss immer wieder die „p.B.“ nicht nur für unsere Besten in den Mittelpunkt des Handelns gerückt werden. Hier geht's weiter ...


