Trainingspraxis: 6 x Füsse – 6 x Bauch – 6 x Rücken
Mehrmals wöchentlich auch schon in frühester Jugend
18. Dezember 2007 (Pöhlitz) - Im Leistungs- und Hochleistungstraining von Läufern und Gehern sind vor allem die Füße besonders hohen Belastungskräften ausgesetzt. Füße sind Stoßdämpfer für den ganzen Körper, Stabilisatoren des Gleichgewichts auf unterschiedlichen Bodenuntergründen, in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit leisten sie beim Fußaufsatz, in der mittleren Stützphase und beim Abdruck vor allem in der Zusammenarbeit mit den Muskeln der Unterschenkel besonders in Wettkämpfen Außergewöhnliches. Schrittlängen und Schrittfrequenzen hängen aber nicht nur von einer optimalen Fußarbeit ab, sondern auch vom Ausbildungsgrad der um den Mittelpunkt des Hebelsystems liegenden Hüft- und Beckenmuskulatur. Strecken und Beugen aller an der Vorwärtsbewegung beteiligten Muskeln soll möglichst effizient und unbewusst im gewünschten Tempo ablaufen. Dies setzt eine möglichst frühzeitige, dem Wachstum angepasste Konditionierung des Gesamtsystems Rumpf/Arme, Becken/Hüfte und Beine/Füße auf immer höherem Niveau, mit dem ständigen Bestreben eine möglichst kräftige, aber schlanke Läufer- bzw. Gehermuskulatur aufzubauen, voraus.

Innerhalb der allgemein athletischen Ausbildung müssen Dehnung und Kräftigung der Rumpf- Becken-/Hüft- und Fußmuskulatur, einschließlich der Vergrößerung der Gelenkbeweglichkeit, „ganzjährig“ mehrmals wöchentlich zur Verbesserung des Wirkungsgrades beim Laufen und Gehen ins Training integriert werden. Ganzjährig bedeutet zugleich arbeiten in Schwerpunkten, z.B., dass innerhalb 6 wöchiger Mesozyklen in 2 x 2 Wochen und im Jahr in mindestens 5 von 8 MEZ schwerpunktmäßig geübt wird.
Die nachfolgende Übungsauswahl soll beispielgebend anregen. Sie ist kein Übungskatalog und muss deshalb, auch unter Berücksichtigung individueller Schwachstellen ergänzt oder Übungen ausgetauscht werden. Sinnvoll ist, wenn immer mal andere Übungen ins Übungsprogramm aufgenommen werden. Eine sehr gute Übungsausführung unterstützt auch hier die Belastungswirkung.
Es wird empfohlen aus diesem Übungsgut mehrere Programme zusammenzustellen die dann im Wechsel geübt werden.
Füße – Fußgelenke – Unterschenkelmuskulatur
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Wiederholungen: 3 – 5 x 10 – 15 – 20 Wiederholungen oder Sekunden, je nach Schwierigkeitsgrad, Pausen dazwischen 1 – 1,5 Minuten
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Bauch - Becken – Hüfte – Oberschenkelmuskulatur
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Rücken – Oberkörper – Arme
Auch mit Gewichtsmanschetten an den Handgelenken
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Ganzkörperkräftigung
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Fotos: (Pöhlitz-Fotos)
© Lothar Pöhlitz







