2. Auflage


Neuerscheinung – Das große Laufbuch von Lothar Pöhlitz


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Kids for Olympia

Kinder mehr bewegen – Elternverantwortung für Ernährung und Bewegung

Erziehung beginnt im Säuglingsalter und erfordert Aufklärung


01. Juni 2007 (Pöhlitz) – Die gegenwärtige öffentliche Diskussion um die Übergewichte in allen Altersbereichen, um mehr Fitness und die stark gesunkene Leistungsfähigkeit unserer Kinder bewegt auch uns. Nicht in erster Linie wegen der abgestürzten Leistungsfähigkeit der Nation, wegen der in vielen Sportarten nicht mehr gegebenen Konkurrenzfähigkeit im Spitzensport, sondern zunächst erst einmal wegen der alarmierenden Meldungen zur Gesundheit und Leistungsfähigkeit unserer Kinder, der Jugendlichen und der vielen sich langsam bewegenden Übergewichtigen auf den Straßen oder auch in den Betrieben. Sinkende Lebensqualität, steigende Krankheiten, sinkende Lebenserwartung – Medikamentenkosten bilden eine Einheit. Natürlich würde es irgendwann in 10 Jahren oder später auch dem Sport helfen, wenn die Nation in allen Altersbereichen wieder leistungsfähiger und gesünder wäre. Wenn nur der Ansatz dem Anliegen, einer möglichst schnellen Wirkung, auch gerecht werden würde.

Seit langen warnen Ärzte und appellieren, dass dringend etwas getan werden müsse weil sie sich um die Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu allererst unserer Kinder und Jugendlichen sorgen, weil:

Nun beobachten wir seit die Regierung dem Fett den Kampf angesagt hat und die Fitness der Nation beklagt, ziemlich hilflose, oberflächliche Versuche der Medien und Politiker, die sich dringend erst einmal mit ihrem eigenen Body-Mass-Index (BMI) beschäftigen sollten, zu Aktivitäten zu animieren. Ohne Systematik werden auf jedem Sender die jungen grausam „Fetten“ bei Bewegungsübungen im Schwimmbecken ohne Ausdaueranforderungen vorgeführt und aufgefordert doch vor dem Fernseher weniger Chips, Schokolade, Alkohol oder Süßigkeiten zu konsumieren. Sogar die Ampelkennzeichnung soll helfen, vielleicht die etwas teureren Bio-Möhren zu kaufen. Dabei lesen die „Suchtkranken“ noch nicht einmal die Inhaltsangaben. Es werden die mit dem dicksten Hintern oder dem beeindruckensten Bauch in der Fußgängerzone von den Kameraleuten aufgespürt, auch wenn sie schon in Rente sind. Glauben sie in Wahrheit, dass bei diesem Klientel die erforderliche Wirkung erzielt wird?

Unser Vorschlag: Für die „Überdreißigjährigen“ eine qualitativ hochwertige Broschüre anbieten, die überzeugend Auskunft über gesunde Lebensweise, Ursachen für Übergewicht und Fettsucht und deren Folgen, über gesunde Ernährung und Dickmacher und über das Normalgewicht (BMI), das ja bekanntlich die beste Prophylaxe gegen viele Krankheiten ist, gibt. Es muss aber auch vermittelt werden, dass der Hauptweg zum Abnehmen mehr aktive Bewegung auf der Grundlage der gegenwärtigen individuellen Möglichkeiten ist!

Es wäre doch eine dankenswerte Aufgabe wenn sich der Sport (Vereine für Bewegungsübungen, Schwimmvereine, Bewegungsspiele, Fitness-Studios o.ä.) dieser Aufgabe annehmen würden. Selbstverständlich sollten ausgebildete Sportlehrer dafür bereitgestellt und vielleicht durch die Teilnehmer selbst finanziert werden, beim Krankengymnasten oder Physiotherapeuten müssen sie ja auch bezahlen! Das Übergewicht hat ihnen ja der Staat nicht beigebracht.
Ansprechpartner könnten die regionalen Sportbünde und Vereine sein. Vielleicht können sich auch die Betriebe mit dem Gedanken anfreunden, für die Fitness ihrer Arbeiter und Angestellten den Sport in der Firma, was es ja früher schon gab, wieder zu organisieren. Erfahrungen lehren, dass sich dies gut auszahlt, mehr Fitness heißt auch mehr Ausdauer und Konzentration bei der Arbeit. Sie sollten aber in einen gut qualifizierten Sportlehrer investieren.

Fotos: Leichtathletik in Aktion