10.000 m in Deutschland: Die vergessene Strecke
Die längste olympische Bahndistanz ist hierzulande nur eine Randerscheinung
Regensburg, 22. März 2010 (Kurt Ring) – Lang ist es her, als die Herren Schildhauer, Kunze, Uhlemann, Fleschen, Zimmermann und Herle über die 10.000 m in der erweiterten Weltspitze mitliefen, in Europa bisweilen sogar dominierten. Im selben Maße wie die Afrikaner eine um die andere schier unüberwindliche Zeitbarriere auf den 25 Bahnrunden pulverisierten, verschlechterten sich Deutschlands Langstreckler auf dieser Distanz. Die 27er Zeiten von Franke und Baumann sind auch schon Geschichte, Carsten Eich, Andre Pollmächer und Jan Fitschen weckten neue Hoffnungen, mehr nicht. Übrig geblieben ist der Eropameistertitel von Jan Fitschen 2006. Wenn es nun im Sommer erneut um den kontinentalen Titel im spanischen Barcelona geht, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass unter Umständen Deutschland erneut keine Rolle spielen wird. Hier geht's weiter ...
Langstreckenlauf in den Endsechzigern des letzten Jahrhunderts
Ein kleiner Rückblick am Beispiel des damaligen deutschen Spitzenläufers Hans GerlachRegensburg, 14. März 2010 (Kurt Ring) – Derzeit wird viel diskutiert in deutschen Läuferkreisen über Qualität und Quantität, über Leistungen und das internationale „standing“ der deutschen Läufer. Damals, vor beinahe 45 Jahren, war alles noch viel anders. Da strömten 45.000 Zuschauer ins Augsburger Rosenaustadion, teilweise nur, um Langstreckenheroe Ludwig Müller beim Kampf gegen die Russen zu unterstützen. Man kannte keine Laktatmessung, die großen Vorbilder hießen Jim Ryun, Emil Zatopek, Peter Snell, Ron Clarke oder Harald Norpoth. Das neuseeländische Trainingsmodell von Arthur Lydiard hatte gerade Hochkonjunktur und sein wöchentlicher „longjog" über 35 Kilometer – auch für Mittelstreckler – war zu einem Laufbegriff geworden. Hier geht's weiter ...
International erfolgreich laufen heißt professionell trainieren
Ein immerwährendes Klagen über das Sorgenkind „deutscher Lauf“ hilft nicht weiterRegensburg, 8. März 2010 (Kurt Ring) – Die Deutschen Crosslaufmeisterschaften 2010 sind Geschichte, die immerwährenden Klagen über die einstmals so erfolgreiche Sparte der deutschen Leichtathletik aber keineswegs. Während man sich im Bereich Sprint inzwischen wieder beruhigt zurücklehnt, im Mehrkampf und in der Sprungabteilung ein deutlicher Aufwärtstrend unverkennbar ist und der Bereich der Werfer und Stoßer vor Selbstbewusstsein nur so strotzt, scheint der deutsche Lauf in den unendlichen Weiten der internationalen Leichtathletik bis auf einige wenige Sternschnuppen total zu verglühen. Die Ansätze zur Abwendung der Misere waren auch wieder am Rande des Stockacher Parcours zu hören - vielfältig, durchaus konstruktiv und allemal besser als jener Zustand des Nichtstuns in Sachen Neustrukturierung. Die Dinge beim Schopf zu packen, ist aber gar nicht so einfach angesichts des Problems, wo man denn zuerst anfangen sollte. Hier geht's weiter ...
Beste Gesundheit und baldige Genesung, liebe Antje

wünscht Dir die Leichtathletik-Coaching-Academy
Lothar Pöhlitz geht bei der „Coaching - Academy“ nach mehr als 3 Jahren ehrenamtlicher Arbeit für den Bereich Lauf / Gehen in den Ruhestand
Fast 60.000 User aus 59 Staaten besuchten 2009 die Webseite
26. Januar 2010 - Seit dem 15. September 2006 präsentierte sich die Leichtathletik - Coaching - Academy (www.la-coaching-academy.de) unter dem Motte „Es gibt keine Denkverbote“ im Internet. Anliegen dieser speziellen einzigartigen Internetplattform in der Leichtathletik - schwerpunktmäßig für den Bereich Lauf / Gehen – war in erster Linie, den Trainern und ihren Athleten auf dem Weg zur persönlichen Höchstleistung, auf dem Weg vor allem zur internationalen Spitze Hilfe und Unterstützung, Informationen, Wissen und Praxis - Erfahrungen, Anregungen, Tipps und Motivation und ein Diskussionsforum zu den vielfältigen Problemen der Leistungsvorbereitung zu geben, auch weil es sie so in den „Fachzeitschriften“ nicht gab. Hier geht's weiter ...
Praxis der Lauftechnikoptimierung
Vorfuß- und Mittelfußlaufen Mittel der Wahl für Spitzenläufer
19. Januar 2010 (© Lothar Pöhlitz) - Obwohl sich die meisten Läufer bewusst sind, dass eine optimale Lauftechnik Energie spart, die Laufökonomie und das schnellere Vorwärts wesentlich unterstützt, kann man bei Mittel- und Langstreckenrennen vor allem im Jugendbereich öfter als wünschenswert größere Mängel in der Bewegungsstruktur des Doppelschritts feststellen. Wilde Bewegungen mit den Armen, Füße die nach außen aufsetzen, Oberkörperrücklagen in Endphasen, unruhige Oberkörperbewegungen bei denen sich der Körperschwerpunkt auf und ab bewegt, unökonomische Beckenpositionen, Mittelstreckler, die auf dem ganzen Fuß aufsetzen und durch einen zu geringen Kniehub eine den Körperproportionen nicht entsprechende optimale Schrittlänge erzielen. Es läuft nicht rund, es rollt nicht. Und sollte die Rennsituation noch einen Schrittfrequenzwechsel erfordern, wird oft der Abstand zum vorn Weglaufenden schneller größer als erwartet. Hier geht's weiter ...
Zur Erhöhung der Wirksamkeit des Lauftrainings im JABT
Akzentuiert, komplex und anlagebedingt auf die Stärken orientieren
15. Januar 2010 (© Lothar Pöhlitz) - Trainingsmethodische Reserven in Hinblick auf die Erhöhung der Wirksamkeit des Trainings von jungen Mittel- und Langstrecklern im Aufbautraining können erschlossen werden, wenn bei Berücksichtigung der biologischen Reifung und einer frühzeitigen Differenzierung des Trainings zwischen anlagebedingten Ausdauer- oder Schnelligkeitstypen, neben den Ganzkörper - Athletik- und Kraftvoraussetzungen, eine komplexe Entwicklung der Energiebereitstellungssysteme in den Mittelpunkt gestellt werden. Hier geht's weiter ...
Kraftausdauergewinn durch Lauf – Sprung – Cirkel im Stadion
Im Nachwuchstraining geht Ausführungsqualität vor Intensität
12. Januar 2010 (© Lothar Pöhlitz) - Es gibt viele Möglichkeiten sowohl Abwechselung ins Training zu bringen als auch die Anforderungen zielgerichtet und systematisch zu erhöhen. Eine recht spezifische Form für Nachwuchs-Läufer sind Lauf – Sprung - Cirkel auf der Bahn, die mit steigender Leistungsfähigkeit und bei guter Beherrschung der Bewegungstechnik der einzelnen Übungen auch ins Gelände verlegt oder im Spitzenbereich als Bergantraining durchgeführt werden können. Lauf – Sprung – Cirkel sind speziell auf die Belastbarkeit des Läufers ausgerichtete Übungsformen und bereiten das Sprung-Schnellkrafttraining vor. Außerdem sind sie Grundlage zur systematischen Belastungssteigerung im Jahresverlauf. Dabei ist vor allem darauf zu achten, dass Umfang und Intensität in den Trainingseinheiten der jeweiligen Ausbildungsperiode und dem Ausbildungsstand der Läufer im Jahr auch gerecht werden und immer unter dem Gesichtspunkt eines Voraussetzungstrainings für die folgenden Mesozyklen gestaltet werden müssen. Dem Einfallsreichtum in der Zusammenstellung der Cirkel sind keine Grenzen gesetzt. Hier geht's weiter ...
Übertraining – Belastung und Erholung waren nicht im Gleichgewicht
Ruheherzfrequenz ein wichtiger Indikator
08. Januar 2010 (© Lothar Pöhlitz) - Es ist im Leistungs- und Hochleistungstraining nicht ungewöhnlich, dass Sportler an die Grenzen ihrer Belastbarkeit stoßen. Dies ist für optimale Anpassungen, für den Leistungsfortschritt auch erforderlich, vorausgesetzt die komplexen Maßnahmen der Regeneration sichern, dass Training und Erholung im Gleichgewicht bleiben. Neben ausreichenden Wissen um die Trainingsmethodik und individuellen Erfahrungen in der Belastungsgestaltung können einfache Stresssignale und ein ungutes Körpergefühl frühzeitig vor dem Abstieg in ein auch mehrwöchig anhaltendes Übertraining warnen. Erste Symptome treten auf, wenn ein Missverhältnis zwischen der aktuellen Belastung und der Belastbarkeit besteht und dazu noch das Immunsystem nicht auf der Höhe seiner Aufgaben ist. Dabei ist eine belastungsbedingte tiefe Ermüdung z.B. nach Gipfelwochen nicht immer gleich ein Übertraining. Hier geht's weiter ...
Trainingspraxis: Langstrecke – Anschlusstraining - VP II
Eine beispielhafte 10 - Wochenplanung
04. Januar 2010 (© Lothar Pöhlitz) - Nachfolgend wird beispielhaft für junge leistungsorientierte Langstreckler/Innen im Anschlusstraining eine komplexe Belastungsplanung für 10 Wochen in der VP II angeboten, mit der innerhalb eines Mikrozyklus 5 unterschiedliche Aufgaben zur Langstreckenentwicklung gelöst werden sollen. Es wird davon ausgegangen, dass neben den jeweils 5 aufgeführten Schwerpunkt – Lauf - TE weitere 5 TE (die zu ergänzen sind) genutzt werden um in kombinierten aeroben Dauerlauf - TE mit Koordination, Beweglichkeitsprogrammen, Athletik- / Kraft- / Sprungkrafttraining zielgerichtet die Belastbarkeit systematisch zu erhöhen. Erfahrung ist, dass einem steigenden Anteil an Qualitätstraining ein erhöhter Umfang an „weichem aeroben“ Training „gegenzusetzen“ ist. Gleichzeitig muss bedacht werden, dass es für Langstreckler im Anschlusstraining darauf ankommt im Verhältnis zur VP I und dem vergleichbaren Zeitraum zum Vorjahr den Umfang um 20 - 30 % weiter zu erhöhen. Der Trainingsumfang ist für Langstreckler eine wichtige Basis und zugleich eine leistungsbestimmende Größe. Natürlich ist für ein solches Vorgehen Voraussetzung, dass in der 2.Etappe des Jugend-Aufbautrainings bereits leistungsorientiert – langstreckengerecht trainiert wurde. Hier geht's weiter ...
Dauerlauf – Tempowechsel – eine Form des aeroben Qualitätstrainings
Das aerobe Niveau muss näher an die Wettkampfgeschwindigkeit
31. Dezember 2009 (© Lothar Pöhlitz) - Das Niveau der Grundlagenausdauer (GA) wird als Voraussetzung für eine disziplinspezifische Ausdauerentwicklung geschwindigkeits- und umfangsorientiert aufgebaut. Für die unterschiedlichen Wettkampfstreckenlängen und den damit verbundenen Geschwindigkeitsanforderungen ist das anzustrebende Niveau der GA bekanntlich sehr zu differenzieren. Damit ist verbunden, dass zur Sicherung der Mehrfachfunktion der GA von Jahr zu Jahr sowohl die aerobe Basis (vL 3) und die maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit (VO2max) verbessert werden müsseen, als auch eine möglichst gute Vorbereitung auf anspruchsvolle wettkampfspezifische anaerobe Trainingseinheiten und die Wettkämpfe erfolgt. Eine positive GA-Entwicklung ist bekanntlich an einen steigenden Trainingsumfang und an zunehmende Trainingsstreckenlängen in den Jahren, den TE und in Schwerpunktabschnitten gebunden. Das Ziel besteht letztendlich darin den Abstand zwischen dem Niveau der GA und der Wettkampfzielgeschwindigkeit immer mehr zu verkürzen. Hier geht's weiter ...
Der DLV hat sich beim Verbandstag für ehrgeizige Ziele neu aufgestellt
Wenn DLV-Präsident Prokop den 4. Platz bei Olympia 2012 will müssen alle Disziplinen ihren Beitrag leisten. Ein Kommentar von Lothar Pöhlitz.
22. Dezember 2009 - An der Schwelle zum neuen Jahr ist es nun sicher mit etwas Abstand an der Zeit, zu den zum Teil euphorischen Berichten vom 45. DLV-Verbandstag im November in Berlin u.a. auch bei leichtathletik.de, einige sachliche Anmerkungen, einige Gedanken anzufügen. Vielleicht finden auch sie in den besinnlichen Tagen zwischen den Jahren einmal Ruhe darüber nachzudenken.
Von Ovationen, von der WM als Werbung für die Leichtathletik in mustergültiger Weise und der guten Partnerschaft rund um die Ausrichtung der WM, als eine gute Gelegenheit sich im Sport zu positionieren, von spürbarer Aufbruchstimmung in Berlin und dass die deutsche Leichtathletik geeint und nach vorn gebracht wurde, wurde berichtet. In der Tat, es war ein schönes Fest. Wir sind gut davongekommen. Hier geht's weiter ...
Anschlusstraining ist wie der Schritt vom Abitur zur Eliteuniversität
Nur Talente die es wirklich wollen können es schaffen - Teil 2
15. Dezember 2009 (© Lothar Pöhlitz) - Es ist davon auszugehen, dass beim Übergang zum Anschlusstraining die Grenzen der Trainierbarkeit und individuellen Leistungsfähigkeit in allen Fähigkeiten und Fertigkeiten noch nicht erreicht sind. Auf dem Weg nach oben besteht deshalb die erste, vorrangige Aufgabe in einer angemessenen Trainingsumfangserhöhung in möglichst allen Trainingsbereichen. Trotzdem bleibt die Forderung nach der Einheit von Quantität und Qualität aller Belastungsfaktoren als Voraussetzung für einen hohen Wirkungsgrad handlungsbestimmend. Der Übergang vom Nachwuchs- zum Spitzenbereich scheitert oft, weil die notwendige Basis, die Ausgangsleistungen zur Ausprägung von Spitzenleistungen vor allem durch zu wenig Training in der Jugend nicht ausreichend ausgebildet wurde (Tabelle Vgl. U 20 – Welt- und deutsche Rekorde). Hier geht's weiter ...
Anschlusstraining ist wie der Schritt vom Abitur zur Eliteuniversität
Warum deutsche U 20-Talente die Weltspitze nur selten erreichen - Teil 1
15. Dezember 2009 (© Lothar Pöhlitz) - Liebäugeln begabte Jugendliche damit eines Tages einmal eine Eliteuni zu besuchen ist ihnen schon sehr früh klar, dass neben sehr guten Noten im Abitur auch der Schritt aus dem Mama-Hotel in die Selbstständigkeit, an den Ort der gewünschten Lehrstätte, in ein Studentenwohnheim, ein Internat, sogar in einen Campus in den USA oder in ein Zimmer bei Familie xyz mit allen nun selbständig zu lösenden Aufgaben dazugehören. Einige machen sich auch Gedanken darüber, wo sie die Dozenten mit dem besten Ruf in ihrer angedachten Spezialisierungsrichtung treffen. Hier geht's weiter ...
Mentale Stärke – Selbstvertrauen – Leidenschaft
Unter Gleichstarken wird der Sieg im Kopf entschieden
09. Dezember 2009 (© Lothar Pöhlitz) - Die Afrikaner haben es uns im letzten Jahrzehnt vorgelebt wie man sich den Weg zu internationaler Anerkennung und Startplätze bei den großen Events erkämpfen kann. Ein Platz ganz vorn in den internationalen Bestenlisten ist der Zugangs-Schlüssel zu den Fleischtöpfen der Elite. Nur mit einer Spitzenzeit, einer persönlichen Bestleistung im Weltniveaubereich gräbt man sich nachhaltig ins Bewusstsein der Manager ein die immer mehr die Laufbesetzungen bei den großen Veranstaltungen beeinflussen. Weil nur die Teilnahme an solchen Rennen zurück zur internationalen Konkurrenzfähigkeit und damit vielleicht auch eines Tages wieder zu Medaillen bei den jährlichen Höhepunkten führt muss immer wieder die „p.B.“ nicht nur für unsere Besten in den Mittelpunkt des Handelns gerückt werden. Hier geht's weiter ...

