Für 800 m Läufer ist 1x pro Woche Schnelligkeits- & 400 m - Tag

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© Lothar Pöhlitz – 20. Oktober 2018 – Für 800 m Spezialisten ist eine 800 m / 400 m Trainingskombination und ein programmiertes Gehirn „lebensnotwendig“, wenn sie in die Spitze wollen. Das Training für die wichtige Unterdistanz orientiert sich zunächst an der Formel 400 m = 2 x 200 + 4 Sekunden, aber in der Spitze können sie auch die zweite Runde z.B. in 800 m – Vorläufen deutlich schneller. Das bedeutet das jährlich gleichermaßen für die Strecken 100 m, 200 m und 300 m neue persönliche Bestleistungen anzustreben sind, wenn die zum Jahreshöhepunkt benötigte 400 m Zubringer-Leistungsfähigkeit eine der Voraussetzungen für den 800 m Erfolg sein soll. Das bedeutet zugleich das dies nur über mehr Geschwindigkeit geht.

Richtig Bergtraining - kurz - mittel - lang, auch auf dem Laufband

Auch ZWL bereiten das spezielle Krafttraining vor

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© Lothar Pöhlitz* – 8. Oktober 2018 - Berganläufe (BAL), Zugwiderstandsläufe (ZWL) und Sprünge gehören zur Gruppe der effizientesten “harten“ Trainings-formen für Mittel- und Langstreckler. Sie sind Vorbereitungs-Trainingsformen für das spezielle Ausdauertraining. In Abhängigkeit von den Ausbildungszielen können sie unterschiedlich intensiv, aber auch ganzjährig aufbauend eingesetzt werden. Mit BAL oder Bergansprüngen wird in Abhängigkeit vom zur Verfügung stehenden Geländeprofil, der Geschwindigkeit, den Streckenlängen und der Anzahl der Trainingswochen zugleich spezielle Kraft, Ausdauer und Laktattoleranz entwickelt. Wer schneller will sucht Berge oder trainiert auf dem Laufband mit 3 - 8 % Anstieg! Auf dem „flachen Lande“ erreicht man mit Zugwiderstandsläufen mit Schlitten oder Reifen ähnliche Adaptionen. Ihre Wirkung wird wesentlich von der bis zu Beginn solcher Trainingsphasen erarbeiteten Ausbildungsbasis – der Kraftausdauer, der Ausdauerqualität, der Lauftechnik, der Beweglichkeit / Elastizität und der Fußkraft beeinflusst.

Den U18 / U20 - Lauf-Nachwuchs auf die U23-Aufgaben vorbereiten

U18U20aufU231_Poehlitz-Foto© Lothar Pöhlitz – 25.09.2018 -  Dass der Abstand unserer „Kader – Leistungsläufer“ zur Weltspitze in allen Lauf-Disziplinen zu groß ist, hat seine Ursachen auch im Nachwuchsleistungstrainings-System, als einem Teil der Olympischen Leichtathletik, im letzten Jahrzehnt. In dieser Zeit haben sich Spitzenleistungen und die Leistungsdichte in allen Laufdisziplinen, aber auch die Nachwuchs-Qualität im Ausland auf den meisten Strecken z.T. erheblich gesteigert und es ist zu erwarten, dass diese Entwicklung demnächst, d.h. über den Zeitraum der nächsten Olympischen Spiele hinaus, nicht stagniert. Die aktuellen U18-EM und U20-WM bieten eine gute Möglichkeit zu einer Nachwuchs-Bestandsaufnahme, zumal sie gezeigt haben, dass durch diese neuen Nachwuchshöhepunkte die Anstrengungen weltweit, auch in diesen Altersbereichen, zielgerichtet verstärkt wurden, aber auch wo Deutschland 2018 steht.

Herbst - Winter Schwerpunkte: Ausdauer, Kraft und Regenration

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© Lothar Pöhlitz* – 12.09.2018 - Den Weltbesten Läufern und Läuferinnen ist es wohl am besten gelungen das Ausdauer-, Schnelligkeits- und Krafttraining mit den notwendigen Regenerationsmaßnahmen und der besten Ernährung zu kombinieren. Zusammen mit der mentalen Stärke sind das, aus Trainersicht, die wichtigen Zutaten für Erfolge, kleine, mittlere und große. Dabei ist natürlich jeder Körper anders. Je nach Genetik, Trainer, Lebens-, bzw. Trainingsalter und Ganzkörper-Fitness wirken die vom Gehirn auf den Körper ausgesandten Trainingsreize anders, stärker oder auch schwächer und auch die Ansprüche und Bedürfnisse sind individuell. Mit einem komplexen Training im Herbst / Winter könnte man sich jetzt eine neue Basis für 2020 schaffen. Für Olympia-Erfolge muss man die zwei nächsten Jahre nutzen und am besten schon gestern begonnen haben.

Professionalisierung – für Europa, die Welt und Olympia 2020

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ProfessionalisierungLauf2Die Spiele der XXXII. Olympiade finden vom 24. Juli bis zum 9. August 2020 - in Tokyo statt

© Lothar Pöhlitz* – 28.08.2018 - Die Atmosphäre war toll bei der Berlin-EM, mehr als 60000 in Euphorie am Samstag und Sonntag, Gänsehaut auch bei den Siegerehrungen am Breitscheid-Platz, man sprach sogar vom Leichtathletik-Sommermärchen. 19 Medaillen (6x Gold, 7x Silber, 6x Bronze) haben der Leicht-athletik richtig gutgetan, sicher viele Fans und hoffentlich auch die Medien zurückgewonnen. Die „kleinen“ Organisationspannen werden demnächst ausgebügelt. Der DLV is back, erst einmal in Europa. Nur schade das die Läufer in den Stunden der Bewährung des Jahres 2018 mit 1x Gold nur einen zu kleinen Beitrag leisten konnten. Aber sie haben gekämpft. Man sollte sie, gerade jetzt, aber nicht links liegen lassen. In Tokyo wird „jedes Bein“ gebraucht, auch weil keine Goldkörnchen auf Bäumen wachsen. Kein Trost – aber ein Signal – ist das es auch im Sprint – im Sprung und im Wurf unerwartet Verluste gab.