Der positive Coach ist der Motor für Topleistungen seiner Läufer

Übungsleiter - C-B-A-Trainer - Diplom-Trainer - Elitetrainer - Goldschmied

/images/photos/positiverCoach1_Rigal-Foto© Lothar Pöhlitz - 3. Februar 2018 - Mental stark kann man nur sein, wenn man vorher die physischen Voraussetzungen für die angestrebte Wettkampfleistung aufgebaut hat. Im Spitzenbereich, auf dem Weg zu EM, WM oder in die Finals bei Olympischen Spielen wissen Spitzenathleten und ihre Trainer, dass sie dafür beide eine gemeinsame Verantwortung tragen. Und das über Jahre. Leider wird zu oft übersehen, dass die genetischen Voraussetzungen, ein besonderes Talent, außergewöhnliche Anlagen, das programmierte Gehirn und deren „Ausprägung bzw. Verstärkung“ im Prozeß eines 8-12jährigen Schüler- und Jugendleistungstrainings die Bedingung dafür sind. Sorry, und die Trainer lassen hin und wieder ihrem Umfeld spüren, dass sie bei Niederlagen ihres Schützlings natürlich nicht Teil der Niederlage sind. Sie tragen aber auch nicht die Alleinschuld, wenn Funktionäre nicht verantwortlicher Teil der Olympia-Medaillenhalbierung seit 1992 sein wollen oder wenn beispielsweise die Erwartungen von den vermeintlichen „Goldkörnchen“ aus den benachbarten Landesverbänden nicht erfüllt wurden.

Im März - April - Mai - Juni - den 2. Teil der Vorbereitungsperiode (VP II) auf die EM 2018, einschließlich der besonderen Nachwuchs-Herausforderungen, muß nun besser trainiert werden als in den letzten 5-6 Monaten. Das sind bekannte trainingsmethodische Erfahrungen die der Trainer vermitteln, organisieren und dazu auch motivieren muß. Dafür müssen aber auch die Bedingungen stimmen, wenn beim Höhepunkt nicht zu viele enttäuscht auf die Uhr sehen sollen.

Brainstorming - Die „Außergewöhnlichen“ in 5 Ausbildungsetappen

U-14 / U-16 / U-18 / U-20 / U-23 in die Spitze führen

Brainstorming1_Kiefner-Foto© Lothar Pöhlitz - 22. Januar 2018 -- Ideenbörse fürs Weltniveau - man sollte immer wieder einmal darüber nachdenken, auch über Nachwuchsausbildung von „Außergewöhnlichen“ zum Beispiel - Talenten für Medaillen. Vor allem die erfahrenen Nachwuchstrainer wissen das nicht alle die in jungen Jahren vorn laufen Talente, Wunderkinder für mehr sind. Das Nachwuchsleistungstraining für sie muss sich früher unterscheiden. Es gibt zu viele Einflussfaktoren die vom Schüleralter bis zur U23 die gewünschte kontinuierliche Ausbildung behindern.

Das Erbgut, die mentale Stärke, die geistig-körperlichen Schwachstellen, die Belastbarkeit, das tägliche Training, das Ausbildungsumfeld, die Trainingsbedingungen, die Familie, der Trainer, eine zentrale Führung, vor allem aber auch die schwierige Zeit der Pubertät. Und die derzeitige Schulsport-Katastrophe hilft auch nicht Talente zu finden. Oft muß das junge Talent durch Stagnationen oder sogar auch mal Verletzungen Geduld aufbringen, in der Zeit aber wachsen Körper und Geist trotzdem weiter und in der Regel haben sie keinen Schaden. Wenn trotz regelmäßig 5 x Trainings, beginnend in der U-14, der Trainingseffekt auch einmal nicht gleich sichtbar wird, die erwarteten Fortschritte auf sich warten lassen, Geduld, Investitionen zahlen sich immer aus, aber nur, wenn sie professionell sind, den Außergewöhnlichen angemessen.

Du bist nur so stark wie deine schwächste Stelle

Zu den Grenzen menschlicher Leistungsfähigkeit

Von Steffen Tepel* / Focus on Performance - 10. Januar 2018

GrenzenMensch FocusOnPerformance Foto

„Wir nehmen in unserer Arroganz an, der Sport sei maximal entwickelt. So dachten schon die Läufer in den 50er Jahren bis Sir Roger Bannister kam und als erster Mensch die Meile unter 4 Minuten lief. Es geht weiter. Immer weiter! Man ist nur so stark wie seine schwächste Stelle!“

Wenn man bedenkt, wie viele biologische Faktoren Einfluss auf die Leistung haben können, ist es dann unwahrscheinlich, dass diese Weltklasse-Athleten einfach deutlich mehr Faktoren auf ihrer Seite haben aber eben nicht alles stimmt? Es sollte also bei aller Skepsis gegenüber Topleistungen von scheinbar übermenschlichen Athleten im Auge behalten werden, dass auch bei den Besten der Besten, mit den besten Muskelstrukturen, Herzkreislauf-, Energie- und Nervensystemen immer noch Raum für Verbesserung offen ist.

Der Sport versinkt im Dopingsumpf. Soweit die öffentliche Meinung. Jeder Spitzenathlet, der „ungewöhnlich“ gute Leistungen bringt, ist per se schon mal auf dem Radar der skeptischen Öffentlichkeit. Ob Usain Bolt, Chris Froome oder Michael Phelps, die Besten der Besten mussten sicherlich nicht nur einmal die Frage beantworten, ob denn nun bei ihnen alles mit rechten Dingen zugehe. Sind sie nun gedopt oder nicht gedopt? Im Sport gilt erstmal die Unschuldsvermutung. Dieser, für den individuellen Athleten existentielle Grundsatz erreicht den gemeinen Fernsehzuschauer jedoch selten, so dass am Stammtisch kräftig diskutiert wird, welcher Athlet mit Sicherheit gedopt sei und welcher nicht. Es sind ja meist gerade die außergewöhnlich guten Leistungen, die dafür sorgen, dass ein Topathlet den Argwohn der Öffentlichkeit auf sich zieht. Beweise sind das jedoch keine.

Zur Rolle von Glykogen und den Fetten im Marathontraining

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© Lothar Pöhlitz - 22. Dezember 2017 - Nicht nur in den Bahndisziplinen von 800 m - 10000 m, sondern auch im Marathonlauf gilt das Prinzip eines geschwindigkeits-geführten Lauftrainings. Nach neuen Leistungsdimensionen vor allem auch in der Leistungsdichte bei den Frauen und Männern im letzten Jahrzehnt sollte man noch einmal über inzwischen weiter modernisierte Trainingsmethodik, Geschwindigkeitsreserven für die 42,195 km, nachdenken. Anpassungen an immer höhere Belastungen in den Ausdauerdisziplinen setzen auch Fortschritte in der aerob-anaeroben Leistungsfähigkeit (Mitochondrientraining) voraus. In Abhängigkeit von der Wettkampfdauer entscheiden letztendlich optimale Proportionen zwischen Geschwindigkeit, Streckenlängen, speziellem Training. spezieller Kraft, Pausengestaltung, der Regenerationsbeherrschung und dem Beitrag des zentralen Nervensystems über den Leistungsfortschritt.

4 x 400 m „danach“ können leicht, hart oder auch brutal sein

6 x 1000 m in 2:32 mit 2,5 Minuten Pause - nach 5 Minuten Serienpause noch 4 x 400 m in 54 – 51,0 mit 2 Minuten Pause

(Foto: Chai 12)© Lothar Pöhlitz - 12. Dezember 2017 - 4 x 400 m oder auch 5 x 200 m die Spitzenläufer an ein schnelles 1000 m - oder 1200 m - Programm in der Vergangenheit angeschlossen haben - wie sie beispielsweise von Mo Farah bekannt wurden (LCA vom 23.12.2012), der sich wohl jetzt nach vielen großen Tataten, endgültig von der Bahn verabschiedet, sind Mittel in Vorbereitung sportlicher Höhepunkte um die sportliche Form zu entwickeln! Trainer Ian Stewart (GBR) berichtete in einer DLV-Laufkonferenz im Dezember 2012 in Mainz das Mo in Vorbereitung auf seine 2 Olympiasiege 2012 6 x 1000 m in 2:32 mit 2,5 Minuten Pause absolvierte und nach 5 Minuten Serienpause noch 4 x 400 m in 54 – 51,0 mit 2 Minuten Pause anschloss! Das scheint brutal – aber es führte ihn in die Spitze. Dabei ist dies im Spitzenbereich kein unbekanntes Programm, nur eben in dieser Qualität. Und wer noch nicht so weit ist läuft die „Zusätze“ eben erst einmal langsamer.